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    <updated>2026-05-14T11:52:57+02:00</updated>
    
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            <title type="text">2019/1 Teereise nach Taiwan: Hi Taipeh, die Seiden-Zupferin, Pekingente famos!</title>
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                                            Es ist Sonntagnachmittag. Die Luft ist extrem schwül und stickig. Die Temperatur liegt knapp unter 30 Grad. Angekommen in Taipeh, natürlich nach 13 Stunden Flug und sehr wenig Schlaf. So ist das eben. Blick von der kleinen Gasse, in der das Büro von Teemeister Atong Chen sich ...
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 HI TAIPEH, DIE SEIDEN-ZUPFERIN UND PEKINGENTE FAMOS! 
 Es ist Sonntagnachmittag. Die Luft ist extrem schwül und stickig. Die Temperatur liegt knapp unter 30 Grad. Angekommen in Taipeh, natürlich nach 13 Stunden Flug und sehr wenig Schlaf. So ist das eben. Blick von der kleinen Gasse, in der das Büro von Teemeister Atong Chen sich befindet, auf den 101-Tower. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und immer noch eines der höchsten Gebäude der Welt mit 101 Stockwerken. Doch so begann unsere Reise nicht. 
   
 &amp;nbsp; 
 Wir besuchen ein altes japanisches Haus in einer kleinen Seitenstraße von Taipeh. Es stammt aus den 1930er Jahren, der Zeit der japanischen Okupation. Das Haus ist heute in einem gemischten Baustil zu besuchen. Boden und Wände sind traditionell japanische. Die Deckenhöhe ist deutlich höher und die Fenster sind dem feuchten Klima angepasst und größer. 
 Vor dem Betreten werden weiße Socken angezogen. 
   
 &amp;nbsp; 
 In diesem Haus finden wir einige selten Instrumente der klassischen chinesichen Guquin. Es ist ein sehr altes tratitionelles Musikinstrument, deren Spielkunst von einem Guquin-Meister hier gelehrt wird. Das Saiteninstrument ist mit vielen Lackschichten von Urushilack &amp;nbsp;  und Spuren von Hirschgeweihmaterial überzogen. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp; 
 Eine klassische Notenpartitur für Guquin. Die Noten zeigen eine exakte Vorschrift der Spielweise der rechten und linken Hand in einem detailliert zweifach aufgespaltenem Notenbild als Schriftzeichen. 
   
 &amp;nbsp; 
 Die junge Schülerin des Meisters erklärt und ruhig und genau die Spielweise dieses faszinierenden alten Instruments. Es hat sieben variabel, je nach Stückmodus gestimmte Saiten und dreizehn optisch markierte Bünde. Das Griffbrett ist allerdings glatt, wie das einer Geige, so das wunderbare Glissandi entstehen können. 
 Der Klang der Guquin ist sehr leise. Früher hat man die Guiquin mit Seidensaiten bestückt. So war das Instrument in der ursprünglich historischen Form noch deutlich feiner und leiser. Heute benutzt man klassische Gitarrensaiten mit Stahl umspannt. 
 Dennoch, ich höre einen sehr feinen und hochsensiblen leisen Saitenklang. 
   
 &amp;nbsp;Eine Bildnische mit Bildrolle und Orchidee. Ein intimer Raum. In diesem Japanhaus wird ebenso Kaligraphie unterrichtet. Beides auch vom Intrumentalmeister. 
   
 &amp;nbsp; 
 Blick von innen in den Garten. 
   
 &amp;nbsp; 
 Die Schülerin gibt für uns ein kleines Konzert. Zunächst ein kurzes, eher folkloristisches Stück für Guquin. Dann interpretiert sie dasselbe Stück auch mit ihrer hellen Stimme. Ein zweites Stück isst wesentlich komlexer und bildet den Lauf des Wassers von der Entstehung als Bach in den Bergen bis zum Fluß in den Ozean ab. Virtuose Glissandi mit der rechten Hand und komplexe Arpeggien in der linken lassen ein wundersam feines und stilles höchst bewegtes Stück Naturmusik entstehen. Es sind Kaskaden und Fäden aus Wasser und Seide. Sie ist eine virtuose Seiden-Zupferin. 
 Die Guquin ist eine zurückhaltendes Intrument, für einen Moment zum Tee genau die richtige Klangwelt. Es liebt die kleinen und intimen Räume. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp; 
 Besuch bei unserem Teemeister Atong Chen. Die freudige Übergabe der Geschenke. 
 &amp;nbsp; 
   
 Dannach haben wir ein wenig Zeit und probieren: 
 Dong Ding stärker geröstet 
 Die neue Garagenbaumcuvee Baiye Shui Xien 
 Li Shan Tanbei, ein Holzkohle gerösteter Li Shan von großer Strahlkraft und Schönheit. 
 Alle sind Oolongs große, sehr große Tees. Wir versuchen ein wenig von diesen Tees zu kaufen in den nächsten Tagen. 
   
 &amp;nbsp;Der Vater von Menglin, Herr Chou, hat zum &amp;nbsp;  klassischen Pekingenten-Essen geladen. Es folgt ein opulentes Mahl in sehr vielen Gängen. Menglin kommt immer wieder an unseren Tisch voller Überschwang. In diesem Restaurant habe ich schon vor dreißig Jahren gegessen. Ich habe noch die genaue Erinnerung. Es schmeckt noch immer so wie früher. 
 Es schmeckte wundervoll, ja großartig! Oben der Gang mit Pekingente, die in kleine Wraps mit Frühlingszwiebel unfd Gemüse eingewickelt werden. 
   
 &amp;nbsp;Und so, oder ähnlich werden die Pekingentenwraps gegessen. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2019-07-20T04:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/2 Pu Erh-Taste 2019 &amp; die Kunst eine Ixingkanne zu klopfen.</title>
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                                            Wir fahren nach Ylang im Osten der Insel am Pazifik gelegen. Die Gegend um Yilan ist berühmt für opulenten Gemüseanbau. Es werden auch sehr schöne, etwas leichtere elegante Oolong hier produziert. Heute sind wir zu Gast beim dem Galeristen und Kunstexperten für Ixingkannen Jie...
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                  2019 PU ERH-TASTE 2019 &amp;amp; DIE HOHE KUNST EINE IXINGKANNE ZU KOLPFEN.  
   
 Wir fahren nach Yilan&amp;nbsp; im Osten der Insel am Pazifik gelegen. Die Gegend um Yilan&amp;nbsp; ist berühmt für opulenten Gemüseanbau. Es werden auch sehr schöne, etwas leichtere elegante Oolong hier produziert. Heute sind wir zu Gast beim dem Galeristen und Kunstexperten für Ixingkannen Jie. Wir trafen Jie im letzten Jahr in Frankfurt. Dort hat er uns eingeladen auf das Anwesen seines Familienclans. Wir fahren durch Yilan -Stadt und kurz nach dem Ortsausgang biegen unsere Taxis rechts ab in die Felder. Kurz vor dem Regenwald halten wir. Anwsen war wirklich nicht untertrieben. Ein Komplex aus mehreren Gebäuden, ineinander verschachtelt, ein großer Swimmingpool, ein großer künstlich angelegter Teich mit Wasserlilien. 
 Die Häuser sind im gemischt westlichen und chinesischem Stil eingerichtet. Angekommen bei Meister Jie. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
 Ein Begrüßungsfoto mit Jie, seiner Frau und seinem Kind und Sun Chao, der uns die Kunst eine Ixingkanne zu klopfen später demonstrieren wird. 
   
 Auch Pu Erhmeister Yu hat einen Sohn bekommen, hier mit seiner Frau und Menglin. Das Plakat im Hintergrund ist das Eröffnungsplakat zur Yxingkannenausstellung hier in Ylang. Die Austellung wurde allein für uns Besucher aus Europa organisiert, vielen Dank und großen Respekt. 
   
 Das Überreichen der Begrüßungsgeschenke, hier mit Dörthe und Yu. Nur für diejenigen, die es nicht wissen sollten kurz. Der Austausch von Geschenken ist hier in Asien essentiell für das Gelingen der Kommunikation untereinander. Aus diesem Austausch erwächst gegenseitiges Vertrauen und Respekt, den man in der Auswahl der Geschenke ausdrückt. Dieses Ritual, manchmal am Beginn eines Zusammenkommens, manchmal etwas später, ist eine zentrale Handlung des Kennenlernens, des Vertiefens der Beziehung und der Erneuerung dieser. 
   
 Wir werden später den Töpfermeister Sun Chao kennenlernen. Hier ein biographischer Abriß. Er stammt aus China und ist einer der kommenden großen Künstler für Ixingkannen. 
   
  Zwei Kannen von Sun Chao aus der Aussstellung von Jie. Ich zeige später einige weiter Exponate  
 &amp;nbsp; 
   
 Heute beginnen wir mit dem Tasting von frischem Pu Erh aus der Ernte 2019. 
 Im Ersten Gang probieren wir mit Yu einen Maocha aus Ibang. Yu hat für diesen festlichen Akt der Austellungseröffnung eine´Kannen aus massivem Gold mitgebracht. Für ihn passt diese wunderschöne Kanne sehr gut zu der Filigranität und Zartheit von Ibang-Pu Erh. Der Tisch ist für die schlichte aber sehr ausdrucksstarke Gong Fu Cha von Yu schön aber sehr schlicht geschmückt. Die Kanne steht auf einem wunderschönen kleinen Teebrett. Die Handbewegungen von Yu sind, wie immer, sehr ruhig, konzentriert und von einer fast zenartigen Zurückhaltung geprägt. Die Stimme ist eher mittelleise und fest. Jede Bewegung ist wunderbar austariert. Ich bin sofort konzentriert und hellwach. Der Ibang Maocha ist fein, floral, schwirrend wie ein Dschungelinsekt. 
   
 Am Nachbartisch gestalten Gong Fu Cha -Freundinnen von Yu und Jie die Teezeremonie. Sie praktizieren eine traditionellere Version der Gon Fu Cha mit einem Holzkohleöfchen am Tisch. Die Teemeistering fächelt hier die Glut in dem Öfchen an. 
   
 Yu arbeitet wie immer mit einem Edelstahlkocher und mit der Eleganz eines Tänzers. 
 Jede Handbewegung ist Konzentration. Gon Fu Cha in reiner Klarheit und mit der Kraft und Leichtigkeit wie ein Kendokämpfer. Yu spricht über die Probleme in Yunnan. Wassermangel, kein Regen, eine geringe Ernte. Die Blätter werden zu früh gepflückt. Die Blätter, die dann gepflückt werden sind zu jung. Die Adstringenz ist im Aufguss dann meist zu hoch. Wenn er von zwei Familien im Jahr 2018 noch 30 kg Teeblätter erhalten hat , so waren es im Jahr 2019 nur noch 10 kg. Von einer Region hat Yu nur 2 kg mitgebracht, nach 6 Stunden Fußmarsch. 
 Yibang Maocha, Tiefe, Süße, Länge. 
   
 &amp;nbsp; 
 Wir trinken Lao Banzhang LIU YE MEI (Weidenblatttraum), ein 100% Gushu. Wucht, Kraft, eine feine Adstringenz. Ein großer Pu Erh mit Länge und Wucht. 
 Yu wechselt zur Kanne des Großmeisters Wu Dong. Die Goldkanne wäre für die Komplexität dieses Tees nicht mehr angemessen. Die Zini-Kanne von Wu &amp;nbsp;  Dong bildet den Tee wunderschön ab. 
   
 Jinsong und Menglin in der Diskussion über diesen großen Lao Banzhang und über die astronomischen Preise 
   
 Beide bewundern die harmonische Form der Zinikanne von Wu Dong. Griff und die Gesamtform liegen ideal in der Hand. Ein Kunstwerk. Allerdings nicht ganz preisgünstig, ungefähr 30.000 Franken. 
   
 Draußen wird das Abendbanquett vorbereitet. 
   
 Zwei Kannen von Sun Chao. Die linke Kanne ist eine traditionelle Form, die an eine Fischerräuse erinnert. Die hintere Kanne rechts hat eine Form wie eine Kalebasse und ist eine etwas modernere Formgebung 
   
 Diese Kanne sieht von jeder Position aus wie ein Dreieck meint Sun Chao. 
 Er &amp;nbsp;  erklärt, das er in seiner jetztigen Entwicklung von der Eperimentierfreudigkeit wieder ein wenig mehr in die Traditionsrichung wechselt. Man muss die Tradition ins sich tief aufnehmen, man folgt dem Lehrer und Meister. Man löst sich, entwickelt eigene Vorstellung der Gestaltung. Jetzt komme ich wieder mehr in die Tradition zurück, mein Sun Chao. Sein neues Projekt an dem er gedanklich schon lange arbeitet ist die Neugestaltung eines 3000 Jahre alten Bronzeobjekts. 
   
 Hier die zwei Werke von Meister Wu Dong-Jin. Die linke Kanne benutzte Yu bei seiner Gong Fu Cha. 
   
 Das Klopfen einer Ixingkanne mit Sun Chao in seinen verschiedenen Arbeitschritten. 
 Der Ixington wird geschnitten. 
 &amp;nbsp; 
   
 Der Ton wird flach geklopft. 
 Der Ton, den Sun Chao benutzt kommen aus einer speziellen Grube, oder einem speziellen Loch, er sagt „Loch 4“ in Ixing. Dort kommt das beste Tonmaterial her. 
   
  Er begutachtet die Dicke des Tonstreifens.  
   
   
 Der Tonstreifen wird zum Kannenkorpus gerollt. 
 Der Kannenkorpus. 
   
 Das Werkzeug eines Kannenmachers, zumindest die Holzwerkzeuge sind alle handgefertigt. 
   
 Mit dem Zirkel wird die Boden- und Deckelscheibe für den Kannenkorpus gedreht. 
 &amp;nbsp; 
   
 Der Korpus wird auf den Boden gesetzt. 
   
  Die Nahtstelle wird mit feuchtem Ton verschlossen  
   
 Diese Nahtstelle ist in einer handgefertigen, also handgeklopften Kanne immer zu sehen. Das Klopfen des Tons erzeugt einen anderen Verschluss der Poren des Tons. Die Poren sind nach außen geschlossen, so daß der Geschmack des Tees mehr im inneren der Kanne bleibt. Das ist ein Hauptcharakteristikum für die hangeklopfte Ixingkanne. Man erkennt an der Struktur der Innen- und Außenwand die Qualität einer handgefertigten und geklopften Kanne. 
   
 Jetzt wird die Form der Kanne geklopft, das Shaping, oder wie Sun Chao sagt, die „Schultern“ 
   
 Das feine Schaben und Klopfen für die Formgebung. 
 Foto 
 &amp;nbsp; 
 Mit dem Skalpell wird das Einsetzen das Boden-oder Deckelteils vorbereitet. 
   
 Mit dem Stab wird feuchter Ton aufgetragen und der Deckel sozusagen aufgeklebt. 
   
 Mit dem Spatel wird die Nahtstelle verbunden. 
   
 Man sieht im inneren der Kanne diese Nahtstelle. 
   
 Der Korpus der Kanne ist jetzt fertig. Er kann jetzt trocknen. Die Kanne ist so stabil. 
 Wir sehen hier einen Schnelldurchlauf vom Klopfen einer Kanne. Sun Chao arbeitet ungefähr eine ganze Woche an einer Kanne. Er arbeitet höchstens an zwei Objekten gleichzeitig. 
 Wichtig für das Gelingen ist eine genaue Kenntnis des Materials. Die Mischung des Tonmaterials bestimmt auch die Stilistik der Kanne. Sun Chao lagert 2 Tonnen von hochwertigstem Ixington. Es ist eine Investition in die Zukunft meiner Kinder, grinst er. 
 Die Ausbildung zum Ixingkannenbauer bedeutet: 3 Monate nur Ton klopfen, 6 Monate die Körperform bauen. Die Gesamtdauer ist 3 Jahre, und kein Gehalt. Es ist eine Ehre für und mit dem Meister zu arbeiten. Su Chao hat sich mit kleinen Teeschalen ein Zubrot verdient. 
 Er baut von einer Form, die er entwickelt hat nur sechs gleiche Kannen. Da wechselt Sun Chao die Form. In seinem Kopf schwirren tausend neue Ideen. Es dauert oft Monate, bevor einen neue Kanne final gestaltet hat. Viele gezeichnete Entwürfe und Modelle baut er zuvor. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Das Rollen der Tülle für die Kanne. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Die Tülle der Kanne 
   
 &amp;nbsp;Die stark nach oben gebogenen Tülle. 
 Die Kanne ist fertig. Wir alle denken es wird ein neues Kunstwerk. Am Ende schneidet er die Kanne in der Mitte durch. Die brauchen wir ja jetzt nicht mehr. 
 Er zeigt uns noch die Riefen im inneren der Kanne, an der man das Handklopfen erkennt. Ich spare mir das Bild. Zerschnittene Kanne kann man sich vorstellen, oder? 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Das festliche Abendessen mit vielen Seefrüchten aus dem Pazifik. Wir sitzten mit Menglin, Yu, Sun Chao und Jie an einem Tisch. 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2019-07-19T02:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/3 Taiwanreise: Vom Aufstellen einer Ixingkanne oder, hier heißen doch al...</title>
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                                            Ich wache kurz vor Sonnenaufgang auf mit einem Alptraum, der mich rastlos doch die Straßen rasen läßt. Draußen ein wild beginnendes Konzert der Tropenvögel. Zwei Hähne im eifrigen Wettstreit miteinander. Die haben bestimmt schon früher angefangen. Über den Wipfeln des Regenwal...
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  2019/3&amp;nbsp; Taiwanreise:   
  Vom Aufstellen einer Ixingkanne oder, hier heißen doch alle Wu.  
 Ich wache kurz vor Sonnenaufgang auf mit einem Alptraum, der mich rastlos doch die Straßen rasen läßt. Draußen ein wild beginnendes Konzert der Tropenvögel. Zwei Hähne im eifrigen Wettstreit miteinander. Die haben bestimmt schon früher angefangen. Über den Wipfeln des Regenwalds steigt schnell die Sonne auf. 
 Ich sitze für eine halbe Stunde. Es kommt die Ruhe, obwohl alles um mich pfeift und schreit. Lärm ist ein durchaus relativer Begriff. Für mich entsteht jetzt Friede. 
 Dann beginne ich den Text für den Blog des vergangenen Tags zu schreiben, draußen in der Frühmorgensonne, über den Wipfeln des Regenwalds. 
     
 Der Seerosenteich vor einem Nebengebäude. 
   
 Heute zeigt uns Zao Jie das Aufstellen einer Ixingkanne. Gemeint ist das Modellieren einer klassischen Ixingkanne in einer Form. Hier einige Kannen von Meister Jie. 
   
 &amp;nbsp;Es beginnt mit dem Klopfen von Ton. Jie benutzt großen und berühmten Ton. Er sagt aber, das sein Ton nicht ganz an die Qualität des Tons der Künstlerkannen von Sun Chao oder ähnlichen Künstlern heranreicht. 
   
 Der Ton wird formgerecht geschnitten. In der Folge werden wir sehen, das viele Arbeitsschritte ganz ähnlich dem Arbeitsablauf einer rein geklopften Kanne sind. 
 Was ist also der Unterschied? 
   
 Hier klopft Jie den Boden der Kannen oder den oberen Verschluss. 
   
 Die beiden Teile der Gipsform, in den der von Jie gefertigte Rohling der Kanne geformt wird. 
 Es wird von einem Handwerker unter Mitarbeit von Jie eine Gipsform von einer klassischen Ixingkanne hergestellt. Die Erstellung dieser Form erfordert eine sehr genaue Arbeit vom Handwerker wie auch vom Kannenmeister. Das Modell wird massiv gegossen und dann, wie bei der Arbeit eines Bildhauers, ausgearbeitet. Es erfordert eine kluge Gedankenarbeit und eine gute zusammenarbeit zwischen Modellhandwerker und Jie, um die exakten Linien für eine große Ixingkanne im Modell abzubilden. Es ist ein anderer kreativer Prozeß als der eines Sun Chao, der ein Kannenmodell neu erfinden und designen muss. Die Aufgabe liegt darin eine perfekte Form mit natürlichem Linienverlauf zu erstellen. Also das Werkzeug für eine perfekte Kopie herzustellen. Eine andere Art handwerklicher Kreativität. 
   
 Links das Gipsmodell, rechts die Kanne, so wie sie werden soll. Die Idee von den modellierten Kannen gibt es seit den 50er Jahren. 
   
 Die Gipsform für den Deckel. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Form für Tülle und Henkel zu erstellen. Jie macht dies hier allerdings von Hand. 
   
 Das Zusammensetzen des Korpus mit der Nahtstelle, genau wie bei der Künstlerkanne. 
   
 Das Verschließen der Fuge mit feuchtem Ton. Von den kopierten Kannen kann Jie am Tag etwa drei Kannen herstellen. 
   
 Das Shaping der Kanne, die „Schultern“ entstehen. Ebenfalls wie bei der rein handgeklopften Kanne. 
   
 Der Korpus der Kanne kommt in die Form. 
 &amp;nbsp; 
   
 Jie schließt die Form. 
   
 Jie füllt vorhandene Lücken durch das Mittelloch der Form mit Ton. 
   
 &amp;nbsp; 
   
 Der Deckel wird in die Form gepresst. 
   
 Auch hier wird Ton nachgepreßt. 
   
 Der fertige Kannenkörper, der aus der Form kommt. Er hat jetzt die präzise Form der Kanne, die kopiert werden soll. 
   
 Mit dem Zirkel wird das Oberteil ausgemessen und dann ausgeschnitten. 
   
 &amp;nbsp; 
   
 Hier wird das Oberteil mit Ton &quot;aufgeklebt&quot;. 
   
 Jie hält die Tülle per Hand an. 
   
 So ist die Kanne fast fertig. Sie muss noch zusammengesetzt werden und ein Loch für den Deckel ausgeschnitten werden. 
   
 So wird unsere aufgesetzte Kanne, die aus der Form modelliert wurde einmal aussehen. Und zwar exakt so. Das ist der Vorteil der Modellierarbeit mit Form. Das Modellieren kann einzelne Schritte vereinfachen. Eine Kanne ist exakt reproduzierbar. Von einem Modell können 40-50 Kannen hergestellt werden. Dann muss das Modell erneuert werden. Die Kanne wird dann 16 Stunden gebrannt, zwei oder dreimal. Zinikannen werden bei ca. 1100 Grad gebrannt . Djunikanne etwas weniger heiß. 
 Der Unterschied: die modellierte Kanne ist exakt reproduzierbar, obwohl die einzelnen Fertigungsschritte eine ähnliche Handarbeit und Geschick erfordern, wie die Herstellung einer Künstlerkanne, also einer komplett geklopften Kanne. 
 Der Unterschied ist, die Künstlerkanne ist ein originärer Entwurf, immer. Sun Chao fertigt von einem erdachten Modell nur ungefähr sechs Variationen an. Die Gedankenarbeit ist eine andere. Der kreative Akt liegt im Entwurf, in der Auseinandersetzung zwischen Tradition und Moderne, in der Ideenkraft der Gestaltung. Das fehlt bei der modellierten und aufgesetzten Kanne. Hier liegt die Kreativität in der Gestaltung einer exakten und präzisen Form. Eine andere Herausforderung. 
 Das Ideal für Zao Jie ist die Stimmigkeit zwischen Körper, Tülle und Henkel. 
   
 Zwei Kannen von Wu Dong Jin. Es ist die Schwester des Großmeisters von gestern. 
 Tom will eine Kanne kaufen und fragt: was kostet die Kanne von Wu? Menglin: welcher Wu? Tom: hier heißen hier doch alle Wu. 
   
 Zwei Kannen von Wu Li Chen. Die rechte steht in unserem Teehaus. 
   
 Der Beginn eines großen Japanessens in Yilan, Sashimi. 
   
 Es ist ein Tepannyaki-Restaurant. Hier die Seebrasse auf der heißen Platte. 
   
 Es gibt viele, viele Gänge. Gegen Ende Angusrind der Premiumklasse, zertifiziert, unfassbar. Ein ganz großes Essen für fast vier Stunden. 
   
 Der Nachtmarkt in unserer Nähe. 
   
 Ein Stand mit der längsten Schlange. Sie verkaufen Teigtaschen. 
   
 Jiri, Miguel und Dörte werfen auf kleine Luftballons. Dörte triff vier. Miguel semmelt vier alle knapp neben denselben grünen Ballon. Preise haben wir nicht gekriegt, Spaß schon, oder? 
   
 &amp;nbsp;Die Beiden können wieder essen. Ich nicht. Jiri auch nicht. 
   
 Gute Nacht Deutschland. Morgen sind wir in Mingjian bei der Ernte undvor allem bei der Produktion eines großen Oolongs. Mal sehen ob das Wetter mitspielt. 
   
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                            <updated>2019-07-18T00:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/4 Teereise Taiwan: Die Produktion von Oolong in Mingjian</title>
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                                            Heute geht&#039;s nach Mingjian zur Produktion von Oolong. Die Fahr mit dem Bus dauert von Taipeh aus etwa zwei Stunden. Es geht Richtung Süden. Die nächstgrößere Stadt ist Nantou. 
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  2019/4 Teereise Taiwan: Die Produktion von Oolong in Mingjian  
 Heute geht’s &amp;nbsp;  nach Mingjian zur Produktion von Oolong. Die Fahrt mit dem Bus dauert von Taipeh aus etwa zwei Stunden. Es geht Richtung Süden. Die nächstgrößere Stadt ist Nantou. 
 Angekommen beim Teebauern in Mingjian. Der Tee ist schon gepflückt, wir kommen gegen eins. Schade, keine Bilder vom Pflückprozeß. Aber so romantisch ist es hier auch nicht in Mingian. Die Blätter, two leaves, a bud und zwei weitere &amp;nbsp;  Blätter werden meist mit dem Handernter maschinell geerntet. Für Atong Chen bedeutet das keine Beeinträchtigung des Pflückguts. Würde man nur zwo leaves and a buds benötigen, wie bei der Produktion von Grüntee, wäre das schwieriger. Vorteil, die Blätter sind zu einem optimalen Zeitpunkt gepflückt worden. Die Netzte sind zum Schutz vor der Sonne gespannt. 
 Die Blätter liegen hier aus zum Sonenwelken und verlieren schon ein wenig an Feuchtigkeit. Der Gehalt an Feuchtigkeit liegt jetzt bei etwa 75 %. 
     
 Die Bäuerin wendet vorsichtig die Blätter und geht auf Socken durchs Feld, um das Blattgut zu schonen. Der Wind ist recht stark. Es ist heute sehr warm und schwül. 
 Der weitere Produktionsprozeß, die zeitliche Abfolge der einzelnen Produktionsschritte hängen sehr stark vom Wetter ab, von Temperatur, Wind, Windrichtung und der Feuchtigkeit der Luft. 
   
 Kleine Mittagspause mit landestypischem einfachem aber sehr schmackhaftem Essen. 
   
 Das frische Blattgut bei der Sonnenwelkung. 
   
 Die Teefelder hinter unserer Teefarm. 
   
 Das Sonenwelken wird schon gestoppt. Die Blätter werden zusammengeschüttet, sehr vorsichtig und auf Bambustrays gelegt. 
   
 Auch hierbei ist Sorgfalt angebracht. Atong Chen will, daß die Blätter viel Sauerstoff bekommen. Er läßt die Blätter eher dünn und locker auslegen. Das ist ein großer Unterschied zur industriellen Produktion. 
   
 Frisches Teeblätter. 
   
 Tenglin mit Kai beim Füllen der Bambustrays. 
   
 Einer der Teebauern, der uns bei der Produktion zur Seite steht. 
   
 Wir machen ein Fotoshooting mit Atong vor unserer Ernte. 
   
 Es beginnt das Welken im Inneren der Teefabrik. Wichtig bei der Kontrolle des Welkens ist die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, aber auch der Wind und die Windrichtung. Es ist heute relativ warm, leicht dunstig bei einem mittleren Südwind. 
 Alle diese Faktoren fließen für Atong Chen bei der Beurteilung der Länge der Welkzeit ein. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Wir haben ein bisschen Zeit. Der Freund des Teebauern baut in der Nähe Ananas an. Wir fahren hin. 
 Der Bauer ermutigt uns ins Feld zu gehen und eine Ananas zu pflücken. Er zeigt und den Reifegrad über ein Klopfen mit dem Finger auf der Ananas an. Klingt es hohl, ist die Frucht erntereif. Außerdem ist die gelbe Farbe der Außenhaut ein Indikator für Reife. 
   
 Diese Ananas habe ich gepflückt, oder besser abgebrochen. Sie ist definitiv reif 
   
 Der Tee beim Welken. Vor der Fermention oder Oxidation muss noch einiges an Feuchtigkeit verdunsten. Die Zellwände werden weicher und durchlässig, bleiben aber unversehrt. Die Blätter haben jetzt eine seifig weiche Textur. Sie duften nach Gras. Begonnen hat das Sonnenwelken um 13.00h. Jetzt welken die Tees im Schatten in der Factory. 
   
 &amp;nbsp;Um 14.45h wendet Atong Chen die Blätter ein erstes Mal. Sie werden in einem vorsichtigen Schwung komplett gedreht, wie wenn man einen Ball mit Drall wirft. 
   
 &amp;nbsp;Text 
   
 &amp;nbsp;Auf dem Weg ein Teepflücker. 
   
 16.30h, das zweite Wenden. Das Blatt ist ein weniger seifig. Es duftet nach grünem Apfel und frisch gemähtem Gras. Jiri beim Wenden. 
 &amp;nbsp; 
   
 Im Garten von der Familie Chen. Hier ist Atong Chen aufgewachsen. Auf diesem Feld haben sie einen Streifen Hongyu gepflanzt, als Abwehrriegel zum Nachbarfeld, das gedüngt wird und nicht biologisch bewirtschaftet wird. 
   
 Im Garten von der Familie Chen. Hier ist Atong Chen aufgewachsen. Auf diesem Feld haben sie einen Streifen Hongyu gepflanzt, als Abwehrriegel zum Nachbarfeld, das gedüngt wird und nicht biologisch bewirtschaftet wird. 
 &amp;nbsp;  
 Atong Cheng zeigt uns stolz seine Felder mit den unterschiedlichsten Kultivaren.Wir finden Wuij und Rou Gui. An anderer Stelle Baixian Shui Xien und Hongyu. 
   
 Atong und sein Bruder vor dem Schild, das Taiwan zertifizierten Bio-Anbau zeigt. 
   
 Teefelder im Dorf von Atong Chen in Mingjian. 
   
 Der Sohn des Bruders referiert über Hongyu, den er gerade verarbeitet. Wir trinken Hongyu aus dem Vorjahr. Der Tee ist dicht, weicht, von samtiger Struktur und zeigt feine Holz-und Limettenoten. Wir freuen uns auf seinen aktuellen Tee. 
   
 Die Trays sind sehr dünn mit Tee gefüllt. Die Welkung des neuen Honyu dauert hier über zwei Tage. 
   
 Links ein Feld mit Bio-Anbau, rechts Anbau mit Insektizidverwendung.Man sieht, das der Grasstreifen vom Gebrauch der Pestizide verbrannt ist. 
   
 Sonnenuntergansstimmung den Feldern vom Dorf von Atong. 
   
 &amp;nbsp;Sonnenuntergansstimmung den Feldern vom Dorf von Atong. 
   
 &amp;nbsp;19.30h, das dritte Wenden der Blätter. Die Farbe und auch die Habtik der Blätter hat sich verändert. Wir sehen schon violettbraune Schattierungen. Die Blätter werden von den Rändern an trockener. 
   
 Menglin beim Wenden der Blätter. 
   
   
 Menglin beim Wenden der Blätter. 
 Die Blätter in den Etagen der fahrbaren Gestelle brauchen noch etwas mehr Ruhe um Feuchtigkeit zu verlieren. 
   
 Und dann wird schön gefegt. Alles sauber Miguel? 
   
 Atong Chen erklärt noch einmal seine Idee von der Oolongproduktion. Den heutigen Produzenten fehlt es an Geduld. Sie lassen den Blättern keine Zeit zu welken und Feuchtigkeit zu verlieren. Oft wird auch zu früh am Tag geerntet, so das der Feuchtigkeitsgehalt im Blatt ohnehin noch höher ist. Die ideale Pflückzeit ist zwischen 11 und 12.00h. Unser Blattgut wurde gegen 11.00h gepflückt. Es braucht reichlich Zeit für das Welken, sowohl unter der Sonne, als auch in der Factory. Geduld, das fehlt den meisten Produzenten meint Atong Chen. Er vergleicht den Produktionsvorgang mit dem Backen von Brot. Der Teig muss sehr gut gehen, sonst bekommt man kein gutes und süßes und weiches Brot. 
   
 &amp;nbsp;Menglin und der Bauer unserer Teefarm im Spaß miteinander. 
   
 Atong hat noch einen Geheimtee für unser Teatasting: 
 2004 Li Shan Tanbei, ein großer Holzkohletee, von großer Süße und Struktur. Der Tee ist leider nicht zu kaufen. 
   
 Die Teeblätter in der letzten Welkphase. Man achte auf die Verfärbungen der Blätter am Rand. 
   
 Das Schütteln findet in einer großen Bambusrolle wie eine längliche Waschmaschinentrommel, statt. Es ist der nächste und heute auch der letzte Arbeitsschritt. 
 &amp;nbsp;  
 Wenn das Teeblatt an der Gabelung einen roten Punkt zeigt und die Blätter eine leicht gelbliche Rückseite bekommen ist die Zeit für das große Schütteln gekommen. 
   
 Atong verschließt die Schüttelmaschine. 
 &amp;nbsp; 
   
 Über das große Schütteln werden die Zellwände zerstört. Der Duft wird mit der Zeit des Drehens der Trommel immer grasiger. Unser Pflückgut ist sehr gut gewelkt. So ist die Dauer des Schütteln auf 25 Minuten gesetzt. 
   
 Atong riecht am den geschüttelten Teeblättern. Der Duft erinnert an frisch geschnittenes Gras und ein wenig an grünen Bananen. 
 Das Blattgefühl ist seidig und weich. Der Tee ist fertig für die Oxidation über Nacht. 
   
 Wir füllen die Bambustrays wieder mit den frisch geschüttelten Blättern. Jetzt ruhen und oxidieren sie bis zum frühen Morgen. Wir werden gegen 8.00h am nächsten Morgen die Fermentation stoppen. 
 Atong Chen meint, jetzt kann nicht mehr viel passieren. Wir werden sehen morgen früh. 
 &amp;nbsp;  
 Ein langer Tag auf der Farm. Wir sind alle ganz schön kaputt und brauchen frische Luft und Schlaf. Und ein Bier. 
 Morgen früh geht es früh wieder los. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2019-07-17T01:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/5 Teereise Taiwan: Die Produktion von Oolong, das Finale.</title>
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  2019/5 Teereise Taiwan: Die Produktion von Oolong, das Finale.  
 &amp;nbsp; 
 Es ist früher Morgen in dem kleinen Dorf bei Mingjian. Wir gehen von unserer kleinen Landunterkunft aus zu Fuß zur Teafactory. Es ist schon recht warm. In der Factory riecht Atong Chen kurz an den frisch oxidierten Blättern. Er scherzt: ich glaube ich habe gestern Zucker darauf getan. Er stubst unsere chinesische Teefreundin Xiaobin mit der Nase in die unfassbar duftenden Teeblätter. Der Duft changiert zwischen grünen aber reiferen Bananen und süßen herrlichen Äpfeln. Die Blätter sind seit 11.30h ruhig oxidiert. Die Witterung ist stabil geblieben. 
     
 Aber die Farbe der Blätter hat sich deutlich verändert. Sie erinnern mich mehr an frühes Herbstlaub. Die Ränder sind deutlich oxidiert und erscheinen in einem braunrot fast in einem Purpurton. 
       
 &amp;nbsp;Die Oxitation wird jetzt gestoppt. Die Heater sind auf 160 Grad erhitzt. Die Behandlung mit heißem Dampf stoppt sie. &amp;nbsp;  Es ist 8.35h. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
         
 Auch beim Erhitzen kann man durch zu starke Hitze Fehler machen. Es können falsche Röstaromen entstehen, meint der Teebauer zu Menglin. 
 &amp;nbsp; 
           
 So sieht „two leaves and a bud“ mit zwei weiteren Trieben nach der Oxitation aus. Man erkennt deutlich die purpurrotbraunen Ränder. 
 &amp;nbsp; 
             
 Nach der Erhitzung werden die Teeblätter gerollt. 
               
 Atong Chen prüft die Qualität des gerollten Blattguts. 
                 
 &amp;nbsp;Das erste Teatasting vom rohen Tee aus dem Trockner. Der Tee duftet schon süß und erinnert an Lichee. Dieser noch rohe Tee ist für Atong Chen wie das Modell für einen Architekten. Es ist eine Orientierung für die weitere Verarbeitung. Es zeigt dir die Struktur des kommenden Tees, es ist aber noch lange nicht der fertige Tee. 
 Wir schmecken überhaupt keine Bitterkeit, keine Adstringenz. Man ahnt die Süße von Lichee. Es wird ein guter Tee. 
                   
          &amp;nbsp;          
                     
 Ein Farmarbeiter schüttet weiteren Tee in den Etagentrockener. Hier verliert der Tee noch deutlich mehr Feuchtigkeit. 
                       
 Mit diesen Maschinen wird der Tee maschinell gerollt. Wir werden das hier nicht mehr sehen. Der Tee wird in die großen weißen Tücher gepackt und zu dicken Ballen zusammengelegt, oben verknotet. Die Maschinen walken dann die Teeknäuel. Dann wird der Tee wieder kurz befeuchtet und erhitzt. Dann wieder geknetet. Das wird bis zu 20 Mal wiederholt. Das Rollen dauert von 12h bis 18h am Abend. Am Ende ist das Blatt zu einer kleinen Kugel geformt. 
                         
 Hier einer der Arbeiter bei der Vorbereitung zum Rösten des fertig gerollten Tees. 
 Unsere Extra Cuvée von Mingjian 2019 wird selbstverständlich von Atong Chen selbst geröstet. Der Tee wird nach Taipeh geschickt und dort final geröstet. Dieser Schritt ist ein nicht zu unterschätzender Bearbeitungsschritt, dessen Geheimnis letzlich nur der Meister kennt. Es ist seine große und lange Erfahrung mit Tee.Uns hat er vom Röstvorgang noch nie etwas erzählt. Er behandelt den Vorgang so wie ein Alchemist seine Giftküche. Es ist und bleibt sein Geheimnis. Und sein Können. Die zwei Röstöfen im Geschäft von Atong Chen sehen ganz ähnlich aus wie beim Bild oben. Aber, es liegt eine zentimeterbreite Schicht von weißem Koffeinpulver auf ihnen. 
                           
 Wir verlassen den Teebauern und seine Farm. Auf dem Weg halten wir an einer kleinen Factory an. Hier können wir einen modernen maschinellen Rollvorgang sehen. In den quadratischen Tuchpaketen wird der Tee maschinell gewalkt. 
 Man sieht leider nichts. Der Vorgang findet in der Maschine statt, ähnelt aber dem oben beschriebenen Prozeß des Rollen. Interessant istz, sie sind hier schon mit dem Rollen fertig. In unserer Factory haben sie noch nicht einmal damit angefangen. 
                             
 Am Straßenrand eine recht große Factory. Es wird neuer Tee angeliefert. Es reicht sehr grün. Viele Felder sind noch frei für die Sonnentrocknung. Es ist eine industrielle Produktionsstätte für Massentee. 
                               
 Zehn Minuten später halten wir. Auf einem Feld wird Oolong mit dem Handernter geerntet. Zweit Personen ziehen eine motorisierte Sichel über die Teereihen. Es wird pro Reihe immer die Hälfte der Teeblätter geerntet. Abgeschnitten werden die ersten drei Blätter, &quot;two leaves and a bud&quot;, und zwei weitere Blätter. 
                                 
 Am Ende der Reihe wird der Sack ausgespannt, die Motormäher gewendet und der Sack wieder eingespannt. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
                                   
 So sieht eine halb abgeerntete Reihe aus. Der Kultivar ist Si Jichun. Der Kultivar wird fast das ganze Jahr über geerntet. 
   
  Atong Chen demonstriert zwei Möglichkeiten der Handpflückung. Dies ist die korrekte und pflanzenschonende Technik. Der Grif fast die Blattkrone und knickt sie schonen aber in der flotten Bewegung ab, so wie man kleine Triebe abknipst. Das schon das Wachstum der Planze und die neuen Triebe können schnell nachwachsen. Die Pflanze wird nicht verletzt.  
     
 Dies oben ist die falsche Methode. Die Spitze wird abgerupft. Die Pflanze wird verletzt. Es wird sehr unsauber gepflückt. Das Wachstum wird geschädigt. 
 Atong Chen meint, der Vorzug der maschinellen Ernte: die Ernte kann zum optimalen Zeitpunkt eingefahren werden, zwischen 11h und 13h. Der Feuchtigkeitsgehalt der Blätter ist jetzt optimal. Die Handpflückung ist sehr viel langsamer und beginnt frühmorgens. Sie geht oft bis von 6.00h bis 16.00h. Der Feuchtigkeitsgehalt der Blätter ist nicht homogen und nicht zu kontrollieren. Werden die Blätter spät gepflückt, kommen sie zu spät in die Factory zur Sonnenwelkung. Die Sonnenkraft ist schon zu schwach. Es gibt einige Nachteile der Handpflückung. Der größte ist das unsachgemäße Pflücken. Die Pflückerinnen sind nicht gut ausgebildet heute. Sie kommen aus aus den benachbarten ärmeren asiatischen Staaten und sind froh für einen geringen Stundenlohn als Saisonarbeiter arbeiten zu können. Auf Qualität wird kein großer Wert gelegt. Also reine Handernte ist für sich kein Kriterium für eine hohe Qualität von Oolong. Bei Grütee ist die anders. Für Japantee gelten andere Kriterien und sie haben dort andere und präzisere Maschinen. 
 &amp;nbsp; 
       
 &amp;nbsp;Wir sehen einen jungen Teesetzling auf einer Zuchtstation für junge Teepflanzen. 
         
 Von der hohen Kunst eine Melone zu Essen. Links die Schweiz, rechts Deutschland. 
           
 Angekommen im Bambusresort. Uns werden einige wichtige Bambussorten vorgestellt. In der Zeit der japanischen Besatzung hat man dieses Bambusgebiet am Berghang und an einem Fluss gelegen entdeckt. Man hat über die Jahre hier über 120 Bambussorten kultiviert. Wir werden uns morgen ein wenig mehr mit dem Material bambus beschäftigen. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2019-07-16T01:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/8 Teereise Taiwan: Chun Yu, ein Ort der Einfachheit</title>
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                                            Ein Ort in den Bergen vor Taipeh. Wir fahren 45 Minuten mit der U-bahn in einen Vorort von Taipeh. Dann noch einmal 15 Minuten mit dem Taxi in die grünen Berge. Einen kleinen Schlenker nach links zeig uns Google an. Wir zeigen es dem Fahrer. Fast ein kleiner Feldweg, dann sind...
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  2019/8 Chun Yu, ein Ort der Einfachheit  
  &amp;nbsp;  
  Ein Ort in den Bergen vor Taipeh. Wir fahren 45 Minuten mit der U-bahn in einen Vorort von Taipeh.  &amp;nbsp; Dann noch einmal 15 Minuten mit dem Taxi in die grünen Berge.  
  Einen kleinen Schlenker nach links zeigt uns Google an. Wir zeigen es dem Fahrer. Fast ein kleiner Feldweg, dann sind wir da.  
  Ein wundervolles Restaurant in einem japanisch anmutendem Garten. Wir   sollen erst einmal 10 Minuten duchr den Garten laufen und den Streß der Welt ablege  n, meint der Besitzen und Gründer von Chun Yu. Vor dem Restaurant ein kleinen Teich mit Karpfen.  
     
  Ein Teehaus im Garten. Schlichte Gestaltung, ruhige Formen. Durch zwei Glasfronten kann man ins Grüne sehen.  
 &amp;nbsp;      
  Wir sprechen mit einem mit Menglin befreundeten Schmuckdesigner und Kannenrestaurator. Er lebt hier in Taiwan, und hat in Barcelona studiert.  
         
  Menglin hat ihm eine ihrer Lieblingsschalen aus Korea, die zerbrochen ist, zur Reparatur gegeben. Wir werden sie etwas später sehen.  
           
  So bohrt er ein Loch für die Einfügung seiner Reparaturstifte in das Material.  
             
 &amp;nbsp; Diese Kanne hat er mit einem Netz aus dünner Schnur repariert. Im Grunde hat der der Kanne ein völlig anderes Design eine andere Aura gegeben. Und das nur, um den Griff wieder anzubringen. Für mich ist die Kanne in einen anderen Zustand transformiert worden.  
               
  Eine kleine Teezeremonie mit Menglin Chou. Wir probieren ihren Jubiläumstee „Tie Men Cha&quot; aus Yiwuh. Herrliche Süße und eine große Eleganz strömt aus der Kanne.  
  Eine sehr schöne stille und einfache Zeremonie vor dem Fenster voller Grün.  
                 
 &amp;nbsp; Dieser Kanne wurde am Deckel repariert und Stifte eingesetzt. Die Reparatur verändert eine Kanne, aber sie kann die Kanne in gewisser Weise auch verschönern.  
  &amp;nbsp;Gearbeitet wird mit Stiften aus Kupfer und Urushilack.  
                   
  Der Reparateur und Designer hat eine Guquin aus Lack gebaut. Wir ermutigen ihn zu einem kleinen Vorspiel. Er spielt kraftvoll und elegant, weniger kunstvoll als die Spielerin am ersten Tag, also weniger Verziehrungen und Arpeggien. Seine Melodien ausdrucksstark und die Glissandi mit den Viertel-und Achteltönen sehr gut.  
  Er sagt, er kann nur drei Stücke. Die muss er im Laufe des Nachmittags noch einmal spielen. Eine sehr schöne konzentrierte Stimmung einsteht. Wir alle werden zu Zuhören eingelanden. Guquinmusik und Ali Shan Dong Pian sind füreinander geschaffen. Manchmal ist das Einfache das Grandiose und Prächtige.  
 &amp;nbsp; 
                     
  Hier die koreanische Meisterschale im Reparaturmodus.  
                       
  Das Restaurant mit Blick in den Garten.  
                         
  Der Herr Tang erklärt seine Idee der Raumgestaltung und seine Philosophie der Einfachheit. Nur in der Einfachheit findet sich, so er, auch Nachhaltigkeit. Man findet nur so zu sich selbst. Diese Einfachheit, so betont er immer wieder, will er in dieser Raumgestaltung ausdrücken. Jedes Objekt findet seinen Ort in der Einfachheit. Man muss warten, schauen, in sich horchen.   
                           
  Ein Stein in seiner Kraft und Natürlichkeit ist für ihn Inbegriff von Einfachem und zugleich höchst Kunstvollem. Tang erinnert an Micheangelo, der, gefragt nach dem perfekten Kunstwerk antwortete: ein großer Stein, der aus den Bergen in Tal gerollt ist, mit allen der Kanten, die abgesprengt wurden und geschliffen wurden, und dann am Meer landet, das ist das größte Kunstwerk.  
                             
  Im Wohn-und Arbeitsbereich, der Schreibtisch für Kaligraphie.  
 &amp;nbsp;  
                               
  Die Pinsel.  
  Zwei Stühle.  
     
  Die Kaligraphien trocknen.  
       
  Eine harmonisch komponierte Ecke mit zwei Sesseln, Tisch und Lampe.  
         
 &amp;nbsp; Der Teetisch.  
           
  Ein Gesteck aus Trockenblumen und Frischblumen. Trockenblumen, so der Besitzer, haben eine viel längere Geschichte in sich, als frische Blumen, die blühen und verblühen. Hier eine Kombination.   
  Und hier merkt man, mit Japan hat dies alles nichts zu tun.   
             
 &amp;nbsp; Das Menu. Ich habe aus mehreren Gängen drei Gänge ausgewählt.  
  Sensationell feine Quadrate aus Hühnersuppe, verdickt mit Jacobsmuschel und Kürbissauce.  
               
 &amp;nbsp; Eine spargelähnliches Gewächs, Zuckerschote, Gamba, Gambakopf mit herrlicher Reisfüllung.  
                 
  Supertomate, Minimeis, ein wundervolles Stück Kürbis und Pilze.  
  Das Menu hat die Idee der Einfachheit nahezu in Perfektion gespiegelt. Die Speisen wurden ruhig und elegant aufgetragen. Die Kombination der einzelnen Gänge war stimmig. Die Qualität der Produkte und deren Verarbeitung hervorragend, großes chinesisches Essen. Unser Koch Rene am Tisch machte einen Juchzer nach dem nächsten. Im Essen lese ich die Idee dieses Hauses.  
  Wir werden stiller am Tisch.  
   
 U m hier vor unserem Hotel wieder laut zu werden.   Bier aus dem 7/11. So wie früher auf unseren Reisen. Nur kürzer. Es kommt eine neue asiatische Reisegruppe mit Koffern ins Hotel. Schon ein bisschen peinlich, diese Langnasen mit dem Bier in Büchsen auf der Mauer.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
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                ]]>
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                            <updated>2019-07-14T02:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2019/9 Teereise Taiwan:Li Jiao, eine große Töpfermeisterin in Taipeh.</title>
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  2019/9 Li Jiao, eine große Töpfermeisterin.   
 Am Vormittag besuchen wir das Papiermuseum in Taipeh. Im 4. Stock erhalten wir eine kurze Einweisung über die Produktion von handgeschöpftem Papier. Hier werden Nadelbaumfasern benutzt. Handgeschöpftes Papier ist extrem langfaserig und locker strukturiert. Maschinell hergestelltes Papier ist kurzfaserig und dichter. 
 Reißt man ein handgeschöpftes Blatt Papier, fasert es ein wenig aus. Es ist auf einer Seite etwas rauer. Das maschinelle Papier reißt gerade ab und ist glatt. 
  Materialien für die Herstellug von Paier sind u.a. Bambus, Ananas, Reistroh.  
 Im Jahr 1624 brachten die Holländer das Papier nach Taiwan und unterrichteten die Kinder in der holländischen Sprache. Mit der japanischen Besatzung kamen die Papiermaschinen nach Taiwan. Heute sind es ca. 170 Papiermaschinenfabriken in Taiwan. Der Sun Moon Lake Distrikt ist ein Schwerpunkt für die Papier-verarbeitung, weil die Wasserqualität dort sehr gut ist. 
     
 Die benutzten Nadelbaumfasern werden eine Nacht lang eingelegt. 
 Wir arbeiten mit einem mit rotem Fasern versetzen Sud. Sie zieht den Rahmen mit einem feinen Siebgerüst durch den Wasser- Fasersud und schwenkt den Rahmen dreimal unter Wasser. 
   
 Dann wird der Rahmen vorsichtig herausgoben. 
   
 Sie läßt das Wasser abtropfen. 
   
 Und hält den Rahmen schräg, so daß der Rest des Wassers heraus fließen kann. 
   
 Der Rahmen wird umgestülpt und die papierflüssige Masse aus dem Rahmen fällt auf ein trockenes Papier. Ein Blatt wird darüber gelegt und dann wird fest gedrückt mit den Handflächen. 
   
 Das ist das geschöpfte orangfarbene Papier, das noch auf dem Träger klebt. 
   
 Alle probieren es nacheinander. 
   
 Hier der professionelle Papierschöpfprozeß. Es wird Maulbeerbaumrinde benutzt. Die Faser werden lange eingelegt und mit Natron und Ozon versetzt, um den Zersetzungsprozeß zu verkürzen. 
   
  Es ist der Prozeß wie oben. Ein Rahmen wird durch die wässrige Papierrohflüssigkeit gezogen. Die Unterlage des Rahmens ist eine Bambusmatte. Die Rillen kann man später im Papier erkennen.  
   
 Die geschöpfte Papiermasse im Rahmen. &amp;nbsp;   
   
 Das Papier wird wie ein Wrap gerollt. Der Rand ist grob, eine Seite ist rau. Die andere fein. 
   
 Mittagessen mit Miguel, Jiri und anderen, Nudelsuppe mit Fisch. 
   
 Später in einem Geschäft für Tee und Zubehör, das von einer buddhistischen Vereinigung geführt wird. Hier treffen wir die Töpfermeisterin Li Jiao. 
 Auf dem Tische sehen wir einige ihrer Schalen und Kannen. Aber auch unser Töpfermaterial ist schon dort vorbereitet. 
   
 Sie arbeitet nach der traditionellen taiwanesischen Methode und mischt Ton und Stein. Die Tonfladen stammen aus Yingge. Die Mischung zwischen Stein und Ton gestaltet sie selbst. Diese Mischung ist oft sehr unterschiedlich. 
 Der Ton ist der Knochen, die Steine sind das Fleisch, meint Li Jiao. Es kommt also sehr auf das Mischungsverhältiniss, aber auch auf die Qualität des Tons und des Steins an. Li Jiao hat ein Tonlager in Yingge. 
 Die Glasur ist offenporig und durchlässig sagt Li Jiao. Sie vergleicht die Struktur des Tons mit der eines Schwamms. Der Ton den sie benutzt hat eine festere Struktur. 
 Dies ist wichtig, wenn man mit den Schalen von Li Jiao Tee oder nur Wasser probiert. Jedes Getränk gewinnt in einer Schale von Li Jiao. An diesem Geheimnis, dem Zusammenwirken von Glasur und Ton und deren Offenheit arbeitet Li Jiao seit Jahren. 
   
 Li Jiao hat einmal einen Wettbewerb mit einem Ixingkannenmeister gemacht. Beide Schalen haben gleich gut abgeschnitten. 
 Schalen und Kannen müssen mit Tee gut schmecken. Nur eine gutes Design oder eine schöne Glasur macht keinen Sinn für sie. Sie testet ihre Schalen immer mit Oriental Beauty. Wenn der Tee honigsüß schmeckt ist die Schale gelungen. 
 Eine Schale arbeitet ständig und verändert sich ständig. Li Jiao macht zwei Brandvorgänge. Einen ersten bei 900 Grad für die Schale. Einen zweiten mit 1250 Grad für die Glasur. Li Jiao läßt ihre Schalen auf Schadstoffe untersuchen. 
   
 Das Herstellen einer Teeschale. Zunächst wird die Tonmischung kreiert. Zum Yinggeton kommen zwei Steinmischung. Ein halber Teelöffel „Grünstein“ und eine Prise von einem anderen Sandstein. Der Ton wird zu einer Kugel geformt und dann im Plastikbecher mit dem Granulat vermischt. Hier beginnt das Geheimnis von Liu Jiao schon. Wir formen mit der Hand eine Kuhle in den Ball. Dann klopfen wir die Kugel zu einer Becherform, länglich oder breit, egal. 
   
  Mit einem Stab werden Längsrillen in die Schale geprägt.  
   
 Das Gestalten von mustern auf der Außenseite mit einem Kamm. Wer will, kann seine Schale auch fönen. So entsteht eine rissige Außenstruktur. 
   
 Li Jiao hílft jedem bei seinen individuellen kleinen Gestaltungsproblemen. 
   
 Mir hilft sie bei der Ausgestaltung des Innenraums meiner Schale. Der ist zu dick geworden. Sie schabt Material vorsichtig heraus und glättet die Innenfläche mit der Kugel. 
   
 Hier unsere Unikate. Jeder hat eine Markierung auf der Bodenseite eingraviert. Ein wunderbarer Nachmittag mit einer sehr faszinierenden Persöhnlichkeit. 
 Ich benutzte zu Hause immer wieder meine Schale von Li Jiao. Aus ihr trinke ich aber auch sehr gerne Wein. Sie meint, kein Problem, alles schmeckt besser aus der Schale, auch eine Zigarre meint Li Jiao. 
   
 Bis zum Abendesse ist noch ein wenig Zeit. Wir sitzen mit den Jungs aus Frankurt an einer lebendigen Seitenstraße im Zentrum der Stadt und trinken ein Glas Bier und erzählen. 
   
 Es ist Abend, „Seven Eleven“-Zeit. Ein letztes Mal vor dem Hotel auf eine Bierdosenlänge. Gegenüber wird der Müll eingesammelt. Sie kommen mit einer ohrenbetäubend lauten Meldodie, „Pour Elise“ und stoppen. Dann stürzen die Menschen aus den Häusern und werfen ihre Müllbeutel in den LKW. 
 Morgen ein Abschiedsessen in einem der schönstgelegenen Restaurants der Welt. Dann ist die offizielle Teereise zu Ende. Jiri und ich reisen tief in Süden von Taiwan um eine weitere große Töpferpersönlichkeit zu besuchen. 
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                            <updated>2019-07-13T00:30:00+02:00</updated>
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  2019/10 Teereise Taiwan: Shiyang, Restaurant im Regenwald &amp;amp; Chang Kuei Wei, großer Töpfermeister.  
  Vormittag um 11h. Wir fahren mit dem Taxi aus Taipeh über den Fluß hinauf in die grünen Berg, die die Stadt umschließen. Nach 25 Minuten biegt das Taxi rechts ab in einen kleineren Waldweg der steil nach unten führt. Man denkt hier ist nichts als Wald. Unten am Wegrand einige Autos mit Fahrern. Wir werden angewiesen zu wenden und sind da. Das Restaurant Shiyang liegt mitten im Regenwald. Ich habe Shiyang schon auf meiner ersten Taiwanreise im Jahr 2019 besucht. Seine wunderschöne Lage mitten im Wald und seine großartige Architektur haben mich damals sehr beeindruckt.Wir gehen &amp;nbsp;  einige Meter oberhalb des Gebäude und bemerken, das wir heute am Teehaus angekommen sind und nicht am Restaurant. So denke ich.   
     
 Etwas später erfahre ich, dass der Restaurantbereich, der unterhalb der unterhalb vom Teehaus liegt, nicht mehr zu Shiyang gehört. Der Mietvertrag wurde nicht mehr verlängert. Jetzt sind Restaurant und Teehaus in einem Gebäude. Hier der große Hauptraum in dem wir essen werden. 
       
  Ein Tisch mit Orchideenschmuck. Die Materialien sind altes Holz und auch korrodiertes Metall. An der Wand. Die Böden sind mit Tatamis ausgelegt. Es ist reine taiwanesische Einrichtungskunst, die stark von der japanischen Ästethik beeinflußt ist. Allerdings sind die Raummaße und die Wahl der Materialien durchaus freier aufgefasst, und nicht an der Idee der japanischen Teehauskonzeption ausgerichtet, die strenger am Maß der Tatami orientiert ist.  
         
  Blumenschmuck in der Ecke des Essraums. Auch der entspricht in der schlichten Pracht eher der Taiwanästhetik.  
           
  Der faszinierende Teeraum. Man sitzt bei geöffneten Schiebefenstern direkt vor dem Wald. &amp;nbsp;  Dies wäre in der japanischen Ästhetik des Teehauses nicht denkbar. Das Teehaus in Japan ist ein Ort der Dämmerung und des Zwielichts, mit kleinen Fenstern, die auch noch durch Shojis verhängt sind, so dass nur wenig diffuses Licht ins Innere dringt. Man hat einen kleinen Eingang, durch den man eher gebückt und demütig eintritt.  &amp;nbsp; Man erlebt die Natur beim Eintreten durch den Garten, und beim Verweilen vor dem Teehaus, das idealerweise natürlich in einer schönen Gartenumgebung liegt. Der Teeraum selbst ist optisch vom Garten komplett abgeschlossen. Allein Geräusche dringen ins Teehaus. &amp;nbsp;  Trotzdem ist man mit dem Herzen ganz in der Natur.  
             
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  Shiyang ist ein ganz anderes Konzept. Die Natur wird in ihrer Ganzheit mit den Raum geholt. Sie ist direkter Bestandteil des Raums. Teeraum, Wald und Himmel, Vogelgetzwitscher, Regen &amp;nbsp;  und Wind sind nicht indirekter sondern unmittelbar, nicht diffus, präsent. Wir leben hier nicht in einem Zwielicht, oder einem Dazwischen. Hier ist alles da, sehr präsent und unmittelbar.  
     
  Die Raummaße im Teeraum des Shiyang. Eine lange Flucht vor dem Regenwaldpanorama. Man kann die Baumzweige anfassen, wenn man will.  
  Keine Spur den klassischen Tatamimaßen eines Drei-, Fünf, oder Siebenmattenraums in der japanischen Teeästethik.  
               
  Der Blick über die Teerasse vor dem Teeraum in die Berge.&amp;nbsp;  
  Man sitzt still in der Ecke, auf der Höhe der Baumwipfel und trinkt Tee.  
                 
  Wir dürfen den persönlichen kleineren Teeraum des Besitzers von Shiyang kurz besuchen. Er ist mit Atong Chen seit Jahren gut befreundet. Der Raum läd zum Sitzen ein. Ich motiviere meine Teefreunde für eine kurze Zeit zu sitzen.  
                   
  Hier eine Auswahl der Menugänge im Bild.   
                     
  Die Farbe der Auberginen. It´s like Purple Haze.  
                        
  Der Klassiker zum Abschluss den Menus, &amp;nbsp;  die Suppe. Die Sonnenblume wrid auf die heiße Suppe gelegt als kleine Strohblume die aufgeht und sich entfaltet. Das war schon im Jahr 2011 so.  
     
  Xiaoping sitzt mir gegenüber. Ich sehe gegen das einfallende Licht nur ihren Schatten.  
                         
  Noch einmal ein Blick durch das Hauptfenster.  
                           
  Akuan und Atong Chen in stiller Betrachtung des Walds.  
                             
  Unser letztes Teetrinken. Die Athmoshäre ist ein wenig wuselig und aufgekratzt. In ein paar Minuten werden die meisten ins Taxis steigen und nach Europa fliegen.  
  Konzentration bei Teetrinken findet nicht mehr statt. Kann ich gut verstehen.  
                               
  Angekommen bei Chang Kuei Wei. Wir haren mit dem High-Speed Rain HSR von Taipeh quer über die Insel in den Süden nach Kaohsiung. Es ist die zweitgrößte Stadt Taiwans.   
                                 
 &amp;nbsp;Eine der großen Tenmuko-Schalen (Tien Mu) von Kue Wei. Die &quot;Öltropfen&quot; glitzern wie pures Gold. 
                                   
 &amp;nbsp;Dies ist eine neuen Schalen, die Kue Wei im Holzbrand hergestellt hat. Ich habe diese Schale gekauft, weil sie mich in ihrer mitternachtsblauen Tiefe magisch angezogen hat. 
                                     
 &amp;nbsp;Verschiedene Tenmuko-Schalen. 
                                       
 &amp;nbsp;Kue Wei zeigt uns, welche Tiefenstruktur in seiner faszinierenden Glasur steckt. Er leuchtet die Schlen mit der Taschelampe aus. Hilfreich, wenn kein Tageslicht vorhanden ist. 
 Der Holzbrand bei Kue Wei leigt bei 1300 Grad, in der zweiten Kammer bei 1230 Grad. Beim Gas scheint die Temperatur ähnlich zu sein. Die Temperatur wird schnell auf 1100 Grad hochgefahren. Dann wird die Temperatur langsam über 11 Stunden gesteigert. Nur so kann er die Enstehung der verschiedenen Tropfenmotive steuern. 
 Die Formgebung der Schalen von Kue Wei ist an die klassischen Vorbilder der Sungzeit angelehnt. 
                                         
 Der Ton ist teil selbst gegraben, teils gekauft. Wir erkennen dies am Fuß der verschienen Schalen an den unterschiedlichen Helligkeitsgraden. Neuerdings mischt er Quarz hinaus, allerdings nicht immer. 
                                           
 Die Glasur ist eisenhaltig. Durch die sehr langsame Temperatursteigerung können aus dem Eisen die Blasen (Ölpunkte) entstehen. Bei weniger Siliciumoxid entstehen nadelartige Formen. Bei mehr entstehen Blasen oder kleine Tröpfchen. 
                                             
 &amp;nbsp;Die Schlalen im Regal sind mit Klebe-Hafties befesteigt. Wegen der Erdbeben, grinst Kue Wei. 
                                               
 &amp;nbsp;Die Trüffelnase Jiri bei der Arbeit. 
                                                 
 &amp;nbsp;Die Beiden bei der Diskussion über zwei große Chawans. Einer ist von einem Freund von Kue Wei, Kusabe-san aus Japan. 
                                                   
                          Ein Detail der faszinierenden Tenmuko-Glasur.                           
                                                     
 &amp;nbsp;Auf dem Weg zum nächsten &quot;Seven Eleven&quot;. Einkauf fürs Nachtbier beim Schreiben. 
 &amp;nbsp; 
                            &amp;nbsp;                            
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  2019/11 Taiwanreise: Wir reisen Mit Chang Kuei Wei zu zwei neuen faszinierenden Töpfern.  
  Es ist morgens um 9.00h in Kaosiung. Die Wolken hängen bis tief zum Boden. Wir warten auf Kuei Wie. Es beginnt zu regnen. Dann schüttet es in Strömen. Es ist noch einmal um fünf Grad wärmer hier unten im Süden. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nahezu 100%, gefühlt darüber. Wir fahren in den Süden der Millionenstadt.  
       
  Ein kleines Töpferatelier in einer Seitenstraße. Chuang Jun Wei freut sich sichtbar über den Besuch aus Europa. Er ist jung, trägt einen langen schwarzen Zopf, einer schwarze Brille und hat eine für einen Asiaten recht tiefe Stimme.&amp;nbsp;  
  Er bereitet für uns einen Tee. Herrlich süßer Hong Cha. Ich murmle, aha, Mixing. Jun Wei grinst überrascht und fragt Kuei Wei. Hey, wir sind Tea-experts!  
         
  Eine Galerie der Schalen von Chuang Jun Wei . 
           
  Ein Teil unserer Beute. &amp;nbsp;  Chuang Jun Wie schreibt die Rechnung gut gelaunt. Mit dem Geschäft, das merkt man ihm an , hat er nicht gerechnet.  
             
       Mororadbelme vor dem Restaurant.        
               
  Es ist Lunchzeit. Auf zum Restaurant des Schwagers von Chuang Jun Wei. Vor dem Restaurant ein Tisch mit abgelegten Helmen. Drinnen Popmusik. Eine Theke mit frischen Brot und Kuchen. Ich sehe zum ersten Mal seit zwei Wochen Weißbrot und Baguette. Das Geschäft ist westlich eingerichtet. Im ersten Stock das Restaurant. Die Besucher sind druchweg jugendlich. Wir bestellen je einen Burger, Kuei Wei Pasta.&amp;nbsp;  
 Es kommt dieses. Jiri und ich schauen uns verdattert an. Kue Wie bekommt das gleiche und zeitgleich die Pasta mit Speck. Interessante Lesart von Burger denken wir beide. Wir denken er ist gefüllt, beißen hinein, nur Weißbrot. O.k., nur ein schmales Mittagessen, weiße Suppe und Weißbrot mit einem Blatt Salat. Komisch, was die hippen Taiwanesen hier in Kaohsiung unter Burger verstehen. 
 Nach fünf Minuten kommen dann wie Veggieburger für Jiri und Jun Wei. Jiri und ich lachen uns über uns selbst kaputt. Mein Schweineburger kommt später mit einem Fähnchen. Alle haben gegessen und schauen mir grinsend beim Essen zu. Der Schweineburger ist doppelt so hoch wie die Veggies und trieft vor Käse. Ich sehe aus wie ein schmatzender Pizzabäcker. Und habe definitv keine Hand sauber und frei zum fotographieren. 
                 
  Eine halbe Stunde Fahrt aus Kaohsiung raus aufs Land. Es geht durch Bananenplantagen und an Fischteichen vorbei. Es ist sehr heiß und sehr schwül.  
  Wir treffen den Töpfer Zhang Gu Zhi in seinem Atelier mit pinker Vespa.  
                   
  Die Schalen sind wild und ausdrucksstark. Die Glasur ist grob und erinnert an Moos, und mit Felchten bewachsenes, grobes Gestein.  
                     
  Eine kleine Kanne mit einem wunderschön gebogenem Messinggriff.   
                       
  Eine zweite Kanne mit Tongriff.  
                         
  Meine kleine Ausbeute von Zhang Gu Zhu.  
                           
  Der Töpfer beim Erstellen der Rechnung. Er ist eher still und zurückhaltend. Aber auch sehr erfreut über unseren Besuch und Einkauf. Am Ende drängt er ein wenig, höflich. Er muss seinen Vater ins Krankenhaus fahren.  
 &amp;nbsp; 
                             
  Hier Jun Wei vor seinem Holzbrandofen. Sein Atelier liegt wischen den Bananplantagen und Fischaufzuchtteichen. Wir bringen ihn zurück in die Stadt. Dann meint Kuei Wei, o.k. wir fahren noch zu meinem neuen Ofen. Er liegt etwa eineinhalb Autostunden weg von Kaohsiung Fahrtrichtung Tainan. Es schütte wieder in Strömen, so das man kaum etwas sieht. Später bei freier Sicht rast Kuei Wei Richtung Ofen, auf das wir noch vor Sonnenuntergang da sind.   
                               
  Kuei Weis kleines Haus vor dem der Ofen steht ist wunderschön liegt am Berghang gelegen zwischen Manogplantagen. Es ist ruhig,es ist still hier. Ein wunderbarer Ort.  
  Den Ofen hat sein Töpferfreund Kusabe-san aus Fukushima, Japan im letzen jahr frisch gebaut worden. Die Zeichnung auf dem Ofen ist auch von Kusabesan. Ein großartiger Töpfer. Wir sehen später auch einige Schalen und Chawans von im im Atelier von Kuei Wei.  
                                 
  Die Feuerstelle des Holzofens.  
                                   
  Während des Brennvorgangs kann man hier in der Kochsektion Brot backen oder Pizza. Kuei Wei ist sichtlich stolz auf den Ofen. Er ist ein Meisterwerk.  
                                     
  Die erste Feuerstelle des Ofens ist an der Kopfseite, die wir oben gesehen haben. Hier wird der Ofen angefeuert. Die Feuerstelle an der Querseite, oben, ist die Hauptfeuerstelle, die nach der Kopfseite entfacht wird. Der Wärmestrom zieht dann von ober in die erste Brennkammer, sinkt dort und zieht hoch in die zweite Brennkammer. Die Temperatur in der ersten Kammer liegt bei 1300 Grad, die in der zweiten bei 1230 Grad erklärt Kuei Wei.  
  Das Besondere an den Öfen von Kusabe -san: sie brennen rein oxidativ. Sie haben so gut wie keine Rauchentwicklung und sie erzeugen eine fast vollständige nahezu aschefreie Verbrennung. Er ist ein Spezialist.  
                                       
 &amp;nbsp; Diese Bild malte Kusabe-san zu feierlichen Eröffnung des Ofens im letzten Jahr.  
                                         
 Wir trinken Tee in dem Holzhaus neben dem Ofen. Es ist eine schöne und entspannte Stimmung zwischen uns, an einem stillen Ort. Wir probieren unseren Ali Shan 2011 und schenken Kuei Wei den Rest aus dem Päcken. 
 Ein schöner Ort um später einmal dort zu leben, frage ich Kuei Wei. Anscheinend, denn er hat das gegenüber, das deutlich größer ist, auch gekauft. Wir schauen durch die Fenster und sehen einen leeren Raum, einen schwarzen Notenständer und einen Stuhl. Seine Frau ist klassische Solistin für Yuequin, eine chinesische Kurzhalslaute. Sie übt hier, während Kuei Wei Ton brennt. 
                                           
  Zurück im Atelier. Wir entscheiden unseren Einkauf, warten noch auf eine Order aus Deutschland, die erst nicht, spät genug dann aber doch kommt.   
  Kuei Wei signiert jede Schale einzeln. Es sind natürlich Kunst- und Sammlerobjekte.  
                                             
  Die Holzkisten werden ebenfalls mit dem Schalensignet versehen und gehören zum Unikat dazu. Um elf Uhr sind wir mit allem fertig und sehr müde. Es war ein herrlich anstrengender und inspirierender Tag in Kaohsiung mit Kuei Wei . 
  Wir verabschieden uns vor unserem Hotel herzlich und laden uns gegenseitig ein. Bestimmt   kommen wir wieder grinsen Jiri und ich. Er winkt noch einmal und hat die getönten Scheiben des Rovers heruntergedreht.   
                                               
  Drei Objekte, die nicht zu kaufen waren. Kuei Wei hat im Juni eine große Austellung hier in einem Museum in Kaohsiun.  
  Matchschale.  
                                       
  Große Tenmukoschale. (definitiv unverkäuflich)   
                                         
  Große Tenmukoschale golden.  
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            <title type="text">2019/12 Taiwanreise: Besuch bei Töpfermeister Xie Zhi-Ming in Hschinchu</title>
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                                            Wir reisen am frühen Morgen von Taojuan aus nach Hschinchu. Die Stadt im Nordwesten von Taiwan wird frischer oder neuer Bambus genannt. Den Namen trägt sie seid der Bambusbefestigung, die um 1700 zur Sicherheit der Stadt angelegt wurde. Es ist warm und hier in Hschinchu sehr w...
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 Wir reisen am frühen Morgen von Taojuan aus nach Hschichu. Die Stadt im Nordwesten von Taiwan wird frischer oder neuer Bambus genannt. Den Namen trägt&amp;nbsp; sie seid der Bambusbefestigung, die um 1700 zur Sicherheit der Stadt angelegt wurde. Es ist warm und hier in Hschinchu sehr windig, ein weiteres Charakteristikum der Stadt die knapp 500.000 Einwohner heute hat. 
 Das Taxi läßt uns an einer vielbefahrenen Straße aussteigen. Der Fahrer zeigt auf die andere Straßenseite. Straßennamen sehen wir keinen. Wir steigen aus und suchen nach der Hausnummer, suchen einen Laden, ein Töpferatelier, oder ähnliches. Nichts. Ein Wohnhaus. Aber anscheinend sind wir richtig. Eine Frau mit zusammengebundenem Haar fragt: Xie? Wir nickten. Sie begleitet uns ins Haus, in den dritten Stock. 
 Dort öffnet uns der Töpfermeister Xie, der uns auf Empfehlung von Kuei Wei schon lächelnd erwartet. 
   
 Xie Zhi-Ming hat eine kleine Auswahl seines Schaffens auf dem Tisch im Wohnraum vorbereitet. 
   
 Hier größere Trinkbecher, Hoinomis. 
   
 Es klingelt. Ein Freund von Herrn Xie kommt hinzu. Er spricht ein wenig besser Englisch und scheint geschickt in der Verhandlung mit Preisen zu sein. Es beginn mittels Übersetzungsapp ein munteres und heiteres Plaudern und Feilschen. 
   
 Unikat: Vase 
   
 Unikat Vase 2. 
   
 Unikat Vase 3. 
   
 Weiter Schalen, von denen wir einige kaufen werden. Diese Schalen sind gedreht und günstiger. Später zeigt uns Xie Zhi-Ming seine handgeklopften und aufgesetzten Schalen, die allerdings deutlich teurer sind. 
   
 Xie Zhi-Ming gräbt selbst seinen Ton in den Nantou Bergen. Anderen Ton kauft er hinzu. Oft setzt er Unikate aus mehreren Tonschichten zusammen. 
   
 Er erzählt uns von verschiedenen Ausstellungen in den Niederlanden und in Belgien. Jetzt im Frühjahr schickt er einige seiner Unikate nach Kroatien in eine große Ausstellung. Er ist ähnlich wie Kuei Wei bekannt in der Töpfer- und Kunstszene. 
   
 Chawan 1. 
   
 Eine große Vase in einem Regal mit Büchern. 
   
 Chawan 2. 
   
 Der Freund deutet an, das dieser Trinkbecher ein aus drei Tonsorten zusammengesetzes Unikat ist. 
   
 &amp;nbsp;Wir testen die drei verschiedenen Schalen. Der Testtee ist, wie bei Kuei Wei ein wirklich guter Oriental Beauty aus der Region von Hschinchu. Hier werden weltberühmte Oriental Beauty Oolongs produziert. Unser Oriental Beauty &quot;Bee´s Dance&quot; stammt auch aus Hschinchu. Es werden durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Schalen deutlich. 
   
 &amp;nbsp;Das Regal im Arbeitsatelier von Xie Zhi-Ming. 
   
 Die Töpferscheibe und der Arbeitsplatz. 
   
 Eine der Kannen, die wir kaufen wollen. 
   
 Ein Chawan, der im Halbprofil sein Gesicht zeigt. 
   
 Frau Xie hat in der Zwischenzeit ein köstliches Lunch zubereitet. Wir essen am Teetisch. Die Dumblings haben eine reine Gemüsefüllung. Eine Sauce ist dickflüssig dunkel, leicht süßlich. Die andere ist chilirot und noch schärfer als sie aussieht. Es ist eine schöne, leichte und herzliche Stimmung zwischen uns und dem Ehepaar Xie. 
   
 Xie Zhing-Ming liebt den Goldfisch als Glücksymbol. Er baut das Goldfischsymbol in seine Unikate klein und dezent ein. 
   
 Jiri im vertrauten Umgang mit der Taschenlampe. Er weiß in diesem Fall auch die Lupe sehr schätzen. Die Glasuren von Xie erinnern uns an Landschaftsmalereien. Es sind wirklich kleine Gemälde. 
   
 Kurzes Ausspannen in Hschindu bei einem Asahi Silver, meiner Lieblingssorte hier in Taiwan. Die Stadt schwingt in einem ruhigen Rythmus. Schulkinder in Uniformen foppen einander. Es hat mehr den Swing von Kalifornien. Hschinchu gilt als das Silicon Valley von Taiwan. 
   
 Und jetzt ist Schluss! 
 Ein letztes kurzes Essen von der heißen Platte, dann gehts auf den Flieger nach Frankfurt. Dreizehn Komma Fünf Stunden Flug und ein gutes Buch auf dem Schoß, &quot;Gott der Barbaren&quot; von Stephan Thome, großartig. Ich werde ca. 350 Seiten lesen können auf dem Rückflug. 
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                            <updated>2019-07-10T14:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2017/16 Japan/ Chinareise: Das Schöpfen von Papier und die Produktion von Sho...</title>
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                                            Yiwu morgens um sechs. Die Nachtruhe ist zu Ende.
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  Yiwu morgens um sechs. Die Nachtruhe ist zu Ende.  
     
  Bäuerin gegenüber meines Fensters, den Verkehr beobachtend.  
     
  Wir begutachten den Brand unserer selbst gefertigten Töpferwaren im Dai-Stil.  
 &amp;nbsp; 
  Wir besuchen in Menghai eine Shou-Pu Erh Factory. Es ist wie vor vier Jahren. Fotos sind definitiv nicht erlaubt. Sie haben hier schlechte Erfahrungen mit der Verbreitung von Fotos über die Produktionsschritte von Shop - Pu Erh gemacht.    
  Die Arbeitsschritte in der Factory:    
  1. Sortieren von Hand  2. Sortieren von der Maschine  3. Aussieben im Kreis  4. Siebung über negative Ionen 5. Siebung durch Wind  
  6. Die Stängel werden vom Blatt getrennt (wie&amp;nbsp; in Japan, Trennung von Kukis)  7. Die Befeuchtung des Tees, die Blätter müssen weicher werden  8.&amp;nbsp; In Form gedrückt  9. Trockenraum, dunkel, bei 40 Grad  10. Fermentation angefeuchtet unter der Folie    Wir probieren mit Yu und Herrn Hu Tee. Hier hätte fotografiert werden können, doch meine Kamera liegt im Bus und ich will ungern Lao Banzhang Pasha verpassen.    Lao Banzhang Pasha (das ist der Kultivar) aus 2017. Einer der ganz großen Lao Banzhang Tees dieses Jahres. Herr Hu („Big Boss“) spendiert eine Lage seines absoluten Weltklassetees.    
  1. Aufguss: große Präsenz  2. Aufguss: volle Wucht, Breite, Länge  3. Aufguss: dichte Frucht, weiche Tannen, der Tee wird breiter  4. Aufguss: weich, zurückgenommen, Süße, weniger Kraft, verliert Tannen, behält die Präsenz  5. Aufguss: Süße, dicht, Harmonie, sehr rundes Mundgefühl  6. Aufguss: Süße, langes Echo. Ein sehr gut gekochter Tee.    
  2. Tasting: Lao Banzhang Gushu,&amp;nbsp; Shou Pu Erh.    1. Aufguss: weich, leichter Kampferton, kühl  1. Aufguss: dichter, kühl, Minze, leichter Melasseton.    Dann kommt der Aufbruch.  
     
  Besuch in deiner traditionellen Factory für handgeschöpftes Papier. Die frisch geschöpfte Papierbahn wird glattgestrichen.  
     
  Die Masse aus Baumfasern und Leim wird ins Wasserbad gegeben.  
     
  Die Mischung wird tüchtig verquirlt.  
     
  Der Rahmen wird mehrmals durch das Bad gezogen. Dann zieht die Arbeiterin den Rahmen mit dem noch flüssigen&amp;nbsp; Papierfilm aus dem Bad.  
     
  Die Rahmen stehen zum trocknen unter der Sonne.  
     
  Unter der Rinde dieses Baumes liegen die Fasern, die zur Papiergewinnung benötigt werden.  
     
  Die Chefin der Factory. Innerhalb von 10 Minuten ist die Tagesproduktion an uns ausverkauft. Die Chefin strahlt still.  
     
  Am Abend das Abschiedsessen im Hotel mit dem so vertrauten Tuborg Superlight.  
     
  Monika hat Geburtag und Jinsong organisierte spontan eine Geburtstagstorte und eine Geburtstagskrone.   
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                            <updated>2019-06-28T02:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">2017/14 Japan/ Chinareise: Yibang, das berühmte Zentrum des frühen Pu Erh-Han...</title>
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                                            Fahrt in die alte berühmte Region Yibang. Wir fahren vorbei an Bananenplantagen, die Wolken steigen aus dem Tal auf. Eine Inversionswetterlage, sehr gut für Tee, sie bringt Feuchtigkeit ohne den Blättern zu schaden. Die Fahr dauert über zwei Stunden. Es geht durch enge Kurven,...
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  Es ist 6 Uhr morgens. Ich wollte den Blog gestern schreiben, aber mein Shopsystem mit dem Template läd nicht hoch. Alles kann ich laden, Amazon, Google, meine Website, Sportschau, nur mein Scheiß Shopsystem streikt. Die Netzverbindung ist lausig. Man fliegt immer wieder raus, wenn man gerade einen Absatz programmiert hat. Fuck!  
  Draußen tobt das wirkliche China. Nicht die schön geschwungenen im Dunst mystisch verhangenen Berge, nicht die Pflanzen mitten im Regenwald, das Grillenzirpen, der weite Blick. Nein, es tobt die Straße vor unserem Hotel in Yiwu. Die Motorräder fahren mitten durchs Zimmer. Auch morgens um Sechs wird munter gehupt. Nach hinten grenzt unser Zimmer an eine dekorative Felswand. Immerhin haben sei ca. 2 Meter Platz gelassen. Im Hotel vor vier Jahren konnte man den Fels berühren. Die Nudelküche im Nachbarhaus bereitet sich auf den morgendlichen Ansturm vor. Die Töpfe klappern, die Köchinnen schnattern in Arbeitslautstärke, so als würden sie am Fußende meines Bettes spülen. Auch das ist China, direkt, laut, sehr laut. Die Frau an unserer Rezeption brüllt auch um Mitternacht noch mit schneidend kraftvoller Stimme durchs Haus, das irgendwie wie aus Pappe gebaut scheint, China eben.    
  Übermorgen fahren wir wieder zurück nach Menghai. Fünf Chinasterne, dicke Teppiche auf dem Flur, so dass der Koffer steckenbleibt. Neunter Stock, dicke Fenster, schöner Blick über die Stadt, Stille. Ein akustisches&amp;nbsp; Kontrastprogramm, ich liebe das.    
  Fahrt in die alte berühmte Region Yibang. Wir fahren vorbei an Bananenplantagen, die Wolken steigen aus dem Tal auf. Eine Inversionswetterlage, sehr gut für Tee, sie bringt Feuchtigkeit ohne den Blättern zu schaden. Die Fahr dauert über zwei Stunden. Es geht durch enge Kurven, die Straßen sind am Ende schmal und extrem holprig. Der Straßenzustand wird sich auf unserer heutigen Tour allerdings noch deutlich verschlechtern.  
     
  Angekommen beim Teebauern in Yibang. Das Dorf liegt nur etwas 750 m hoch. Die beiden Assistentinnen von Yu sitzen wie zwei Katzen auf den Lehnen des Sofas.  
     
  Tasting 1:  Guan Yin, der Gushu stammt aus der Region Manzhuan aus staatlichen Wäldern. Wenn man alte Bäume entdeckt hat in staatlichen Wäldern, darf man die Blätter&amp;nbsp; frei ernten. Man kümmert sich um die Bäume, säubert den Untergrund und jeder respektiert die Zugehörigkeit des Baums zum Bauern. In unserem Verständnis ist dies nicht vorstellbar, bedenkt man dann die Summen, die mit diesen Tees verdient werden. Der Guan Yin ist konzentriert, fruchtig und elegant, leicht süßlich.  
     
  Wir sind jetzt sechs Tage in China und ständig unterwegs, und ständig zusammen, bis auf die Schlafenszeit. Die Fahrten sind lang und ein wenig strapaziös, die Strecken wegen der Topographie groß und schwierig zu bewältigen. Wir Japanleute sind schon seit zwei Wochen zusammen. Einige sind ein wenig erschöpft.  
     
  Zi Ya, dunkelgelb in der Tasse, wir sehen leichte Schwebstoffe, der Tee ist nicht gut gekocht.    Mansong Mao Cha 2016, der Duft von wilder Erdbeere, Waldhonig auf der Zunge, groß.  
     
 Karte mit den einzelnen Pu Erh-Terroirs. 
   
  Straßenbild um die Mittagszeit in Yibang, es ist schwülwarm und deutlich über 30 Grad.  
     
  Wir reisen mit einem kleinen Bus nach Yibang „altes Dorf“. Der Weg ist schmal. Jedem entgegenkommendem Fahrzeug muss man durch Vor - Zurücksetzen ausweichen. Der Fahrer ist sehr routiniert und flott unterwegs. Die Straße verändert sich zu einer richtigen Schotterpiste, abwechselnd mit glitschigen Lehmabschnitten. Es geht so fast eine Stunde steil aufwärts in die Berge. Yibang „altes Dorf“ liegt auf dem Bergkamm.  
     
  Eine alte Hausfassade an der alten Straße in Yibang „altes Dorf“.  
     
  Ein Drachenrelief aus der alten großen Teezeit von Yibang. Yibang war früher das Hochzentrum der Pu Erh Teekultur, und war wesentlich berühmter als Yiwu.  
     
  Eine Frau beim Aussortieren von Huang Pian aus Mao Cha vor einem alten Haus.  
     
  Die alte Mauer und die alte Teestraße, von hier aus machten sich die Händler mit Pferden und Eseln bepackt mit dem wertvollen Yibang-Pu Erh auf den Weg nach Simao. An dieser Stelle wurde der Tee auch damals versteuert.  
     
  Der Löwe, während der Kulturrevolution verschleppt, hat seinen Platz im alten Yibang - Dorf&amp;nbsp; wiedergefunden.  
     
 &amp;nbsp;Das Sortieren von Mao Cha. 
   
  Blick auf die Nachbarberge. Wir sind auf dem Weg zu einem Teebauern auf der anderen Seite des Bergkamms.  
     
  Beim Hof ein Wurf von schwarzen Jungschweinen.  
     
  Der erste Hang mit Gushus in Yibang.  
     
  Yu zeigt eine Varietät mit&amp;nbsp; purpurfarbenen Blätter hier in Yibang.  
     
  Wir finden hier auf diesem Berghang von Yibang einige sehr spezielle Sträucher mit sehr kleinen Blättern. Yu hat den Tee erst im 2015 entdeckt und produziert. Dieser große Yibang -Tee wurde&amp;nbsp; liebevoll „Katzenohrentee“ Mao Er Duo genannt. Das erklärt sich von selbst , wenn man die zierlichen kleinen Blätter in der Hand hält.  
     
  Ein Baum mit „Katzenohrentee“ Mao Er Duo.  
     
   Teepflücker in einem alten Gushu.   
       
 &amp;nbsp;&quot;Katzenohrentee&quot;, erstammt aus Dorf Man Gong.    
   
  Auch der General“ ist heute immer dabei, chauffiert sogar einen Teil unserer Gruppe hoch ins Dorf. Sie beobachtet, sie&amp;nbsp; spricht, und hin und wieder entwischt ihr einmal ein Lächeln.  
    Sie hat die Produktion der Katzenohrentees erst möglich gemacht durch ihre hervorragenden Kontakte zu den einheimischen Bauern. Sie scheint also auch trinkfest zu sein. Die Bauern trinken hier Schnaps wie Wasser. Das ist wohl überall so auf der Welt.  
     
  Katzenohrentee 2016, sanft, floral, frisch, weiche Frucht, eine Tee für die heiteren Momente im Leben.  
     
  Der Bauer der „Katzenohren“ war früher Mediziner, also Arzt. Ein freundlicher und ruhiger Mann, der einen fantastischen Tee produziert.  
     
  Wir fahren zurück nach Yiwu. Ein Blick in die Berge.  
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