Anh Quỳnh ist Töpfer in sechster Generation und zählt zu den wenigen Kunsthandwerkern, die sich im traditionsreichen Keramikdorf Bát Tràng in Vietnam der aufwendigen Herstellung vollständig handgefertigter Teekannen widmen. Das Dorf Bát Tràng, gelegen am Roten Fluss nahe Hanoi, ist seit dem 14. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum vietnamesischer Keramikproduktion. Historisch war der Ort sowohl für Alltagskeramik als auch für repräsentative Ware bekannt, die in verschiedene Regionen exportiert wurde. In der Gegenwart steht Bát Tràng vor strukturellen Veränderungen. Tourismus, Massenproduktion und Exportorientierung haben das Produktionsspektrum erweitert, jedoch auch zu Standardisierungstendenzen geführt.
Quỳnh verwendet eine eigens entwickelte Mischung aus lokalem rotem Ton aus Vietnam und chinesischem Rotton. Die Qualität von Quỳnhs Arbeiten gilt innerhalb Vietnams als außergewöhnlich. Seine Teekannen verbinden überlieferte Techniken mit einer zeitgenössischen Formensprache im Bereich vietnamesischer Teekeramik. Die Kombination aus vietnamesischem und chinesischem Ton ist technisch anspruchsvoll, da unterschiedliche Schrumpfungsgrade und Brennverhalten präzise aufeinander abgestimmt werden müssen. Ein hochtemperierter Brand verstärkt die strukturelle Stabilität des Scherbens und intensiviert die Farbentwicklung eisenhaltiger Tone.
Anh Quỳnh ist Töpfer in sechster Generation und zählt zu den wenigen Kunsthandwerkern, die sich im traditionsreichen Keramikdorf Bát Tràng in Vietnam der aufwendigen Herstellung vollständig...
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Anh Quỳnh
Anh Quỳnh ist Töpfer in sechster Generation und zählt zu den wenigen Kunsthandwerkern, die sich im traditionsreichen Keramikdorf Bát Tràng in Vietnam der aufwendigen Herstellung vollständig handgefertigter Teekannen widmen. Das Dorf Bát Tràng, gelegen am Roten Fluss nahe Hanoi, ist seit dem 14. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum vietnamesischer Keramikproduktion. Historisch war der Ort sowohl für Alltagskeramik als auch für repräsentative Ware bekannt, die in verschiedene Regionen exportiert wurde. In der Gegenwart steht Bát Tràng vor strukturellen Veränderungen. Tourismus, Massenproduktion und Exportorientierung haben das Produktionsspektrum erweitert, jedoch auch zu Standardisierungstendenzen geführt.
Quỳnh verwendet eine eigens entwickelte Mischung aus lokalem rotem Ton aus Vietnam und chinesischem Rotton. Die Qualität von Quỳnhs Arbeiten gilt innerhalb Vietnams als außergewöhnlich. Seine Teekannen verbinden überlieferte Techniken mit einer zeitgenössischen Formensprache im Bereich vietnamesischer Teekeramik. Die Kombination aus vietnamesischem und chinesischem Ton ist technisch anspruchsvoll, da unterschiedliche Schrumpfungsgrade und Brennverhalten präzise aufeinander abgestimmt werden müssen. Ein hochtemperierter Brand verstärkt die strukturelle Stabilität des Scherbens und intensiviert die Farbentwicklung eisenhaltiger Tone.