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- Artikel-Nr.: SW10798
Echizen-yaki steht für eine der frühesten Steinzeugtraditionen Japans. Entstanden im heutigen Präfektur Fukui, entwickelte sich Echizen über Jahrhunderte hinweg zu einer Keramikform, bei der der Holzbrand selbst zum zentralen Gestaltungsmittel wurde. Anstelle aufgetragener Glasuren entstehen die Oberflächen durch Asche, Flamme und lange Brennzyklen. Der Ton reagiert direkt auf den Brand und bildet natürliche, nicht reproduzierbare Strukturen.
Diese materialorientierte Arbeitsweise wird bis heute von zeitgenössischen Keramikerinnen und Keramikern weitergeführt. Zu ihnen zählt das Ehepaar Kondō Nobuyasu und Kondō Sanae. Nobuyasu Kondō entschied sich bewusst dafür, in Fukui zu arbeiten, um Echizen Keramik am historischen Ort weiterzuentwickeln. Gebrannt wird in einem klassischen Holzofen über mehrere Tage hinweg. Regionale Eichenarten liefern dabei die Asche, die für die charakteristische Oberflächenbildung verantwortlich ist. Die Gefäße entstehen im Freihandaufbau. Dunkle, teils rötliche Tonkörper verbinden sich während des Brandes mit hellen Ascheablagerungen. So entstehen fließende Übergänge und individuelle Brennbilder, die in der japanischen Keramik als Keshiki bezeichnet werden. Den daraus resultierenden, landschaftsartigen Glasureffekt beschreiben die Kondōs selbst mit dem Begriff Akebi.
Volumen: ca. 120ml
Höhe: ca. 7,5 cm
Durchmesser: ca. 10 cm
Länge: ca. 8,5 cm
Die Kanne ist innen unglasiert