Ein Tag bei den jungen wilden Töpfern von Takeo. Der frühe Morgen beginnt mit Regen. Nicht etwa mit gewöhnlichem Regen. Mit japanischem Regen. Wer einmal die Reiseberichte des niederländischen Schriftstellers Cees Nooteboom gelesen hat, weiß welch zentrale Bedeutung der Regen für die Landschafts- und Lebenskultur Japans hat.
Mir ist das heute morgen egal. Es regnet ununterbrochen und heftig. Wir ordern für den Tag ein Taxi
Meine Reise 2017 nach Japan und China beginnt in Fukuoka. Fukuoka ist mit 1,5 Millionen die größte Stadt in Kyushu (Südjapan). Es ist das traditionelle Tor zu Japan für den Handel mit China und den anderen Nationen seit Jahrhunderten. Auch heute liegen Moderne und Tradition dicht beieinander. Mein Hotel liegt mitten im Tenji, dem modernen Geschäfts- und Einkaufzentrum der Stadt. Mein Blick aus dem elften Stock streift ein riesiges Einkaufszentrum, die Fukuoka Trainstation, und davor liegt eine kleine grüne Insel mit dem Kego - Schrein. Man kommt still hinein, spendet, ist für eine Weile fokussiert und läutet die Glocken am Eingang, verbeugt sich und geht wieder, taucht ein in den geschäftigen Strom des Alltags.

Der Morgen beginnt mit der Entdeckung eines großen Designs: Teetisch Wabi - Yellow, Entwickler: Volkmann/ Melzer. Anwendungsbereich auf Reisen, flache Grundform, bequem im Koffer zu transportieren und vielseitig verwendbar. Die Teetassen erscheinen in Klarheit und Ruhe auf dem Teetisch. Allerdings wird beim ungenauen Eingießen von Tee der Tisch zum Einwegmodell, ökologisch absetzbar und leicht zu entsorgen. Auf dem Tisch Hongyu, ein prächtiger Taiwan Hong Cha.

Frischer Shincha 2019.

Heute will ich Ihnen einige Shinchas aus der aktuellen Produktion vorstellen. Im letzten Jahr war ich zu Beginn der Shincha-Ernte Ende April selbst in Shizuoka, ein unvergessliches Erlebnis. Mitten in der Nacht, morgens um halb vier, wurden wir in die Teefabrik von Kohei-san gebracht, um dem täglichen Tea-Tasting beizuwohnen.
Wir reisen am frühen Morgen von Taojuan aus nach Hschinchu. Die Stadt im Nordwesten von Taiwan wird frischer oder neuer Bambus genannt. Den Namen trägt sie seid der Bambusbefestigung, die um 1700 zur Sicherheit der Stadt angelegt wurde. Es ist warm und hier in Hschinchu sehr windig, ein weiteres Charakteristikum der Stadt die knapp 500.000 Einwohner heute hat.
Es ist morgens um 9.00h in Kaosiung. Die Wolken hängen bis tief zum Boden. Wir warten auf Kuei Wie. Es beginnt zu regnen. Dann schüttet es in Strömen. Es ist noch einmal um fünf Grad wärmer hier unten im Süden. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nahezu 100%, gefühlt darüber. Wir fahren in den Süden der Millionenstadt.
Vormittag um 11h. Wir fahren mit dem Taxi aus Taipeh über den Fluß hinauf in die grünen Berg, die die Stadt umschließen. Nach 25 Minuten biegt das Taxi rechts ab in einen kleineren Waldweg der steil nach unten führt. Man denkt hier ist nichts als Wald. Unten am Wegrand einige Autos mit Fahrern. Wir werden angewiesen zu wenden und sind da. Das Restaurant Shiyang liegt mitten im Regenwald. I
Am Vormittag besuchen wir das Papiermuseum in Taipeh. Im 4 Stock erhalten wir eine kurze Einweisung über die Produktion von handgeschöpftem Papier. Hier werden Nadelbaumfasern benutzt. Handgeschöpftes Papier ist extrem langfaserig und locker strukturiert. Maschinell hergestelltes Papier ist kurzfaserig und dichter.
Ein Ort in den Bergen vor Taipeh. Wir fahren 45 Minuten mit der U-bahn in einen Vorort von Taipeh. Dann noch einmal 15 Minuten mit dem Taxi in die grünen Berge.

Einen kleinen Schlenker nach links zeig uns Google an. Wir zeigen es dem Fahrer. Fast ein kleiner Feldweg, dann sind wir da.
Wir sind eine Nacht in den Bergen des A-faya-Volks. Die Landschaft ist bergig. Die Berge sind mit einem dichten grünen Pelz überzogen. Unten im Tal ein reißender Fluss, an dem Dutzende Fischer ihr Glück versuchen. Jiri und ich suche frühmorgens einen Pfad in dem Regenwalddickicht zu finden, vergebens.
Es ist früh um halb Sieben. Ich blinzle durch die Bambusvorhänge. Die Sonne scheint. Menglin ist schon wach und macht Handyfotos von der aufgehenden Sonne. In unserem Jungszimmer schlafen die restlichen sechs Jungs noch.

Blick vom Balkon, Bambooworld Taiwan.
Es ist früher Morgen in dem kleinen Dorf bei Mingjian. Wir gehen von unserer kleinen Landunterkunft aus zu Fuß zur Teafactory. Es ist schon recht warm. In der Factory riecht Atong Chen kurz an den frisch oxidierten Blättern. Er scherzt: ich glaube ich habe gestern Zucker darauf getan. Er stubst unsere chinesische Teefreundin Xiaobin mit der Nase in die unfassbar duftenden Teeblätter. Der Duft changiert zwischen grünen aber reiferen Bananen und süßen herrlichen Äpfeln. Die Blätter sind seit 11.30h ruhig oxidiert. Die Witterung ist stabil geblieben.
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