Shincha 2020

Aus Kyushu, im Süden Japans, sind zwei frische Shincha-Tees eingetroffen: Morimoto Shincha 2020 und Watanabe Kabuse Shincha Yakushima 2020.

Shincha Sofu

Endlich und sehnsüchtig erwartet ist der erste frische Shincha soeben aus Japan eingetroffen. Deshalb schicken wir Ihnen heute einen kurzen Newsletter.

Unser erster Shincha 2020 stammt von der kleinen Tropeninsel Tokunoshima, eine der südlichsten Inseln Japans, etwa auf halbem Weg vom Kernland nach Taiwan.
Unser Geschäft ist zu den üblichen Zeiten geöffnet, noch. Das ist nicht mehr selbstverständlich. In direkter Nachbarschaft haben zwei alteingesessene Bäcker offen und ein Spezialgeschäft für Käse. Das Japanrestaurant gegenüber bietet „Sushi to go“ an, die Eisdiele verkauft am Tresen und der Optiker hat auf. Das war‘s. Die Restaurants und Cafés haben geschlossen und die anderen Geschäfte auch. Bringe ich Pakete zum DHL-Shop, einem türkischen Kiosk, gehe ich durch eine Geisterstadt.

Sensationelle Winter-Oolongs aus Taiwan

Auf Taiwan gibt es das faszinierende Phänomen der Wintertees. Die Insel mit ihrem subtropischen Klima erlebt im Winter immer wieder frühlingshafte Episoden. Dann wird es selbst in den Bergen von Südosten her plötzlich warm und die Teebüsche treiben frische Blätter aus. Das geschieht im Dezember oder Januar, wenn der richtige Frühling noch weit weg ist.

Tee-Freuden

Ich fragte mich, welches meine besonderen Tee-Freuden in diesem Jahr waren und sofort purzelten die Erinnerungen wie kleine Geschenke aus einem Sack.

Japan National Tea Competition 2019

Es gibt in Japan drei sehr wichtige Teewettbewerbe: Den „Kansei Tea appraisal“, den „Kyoto Prefecture appraisal“ und die „National Tea Competition Awards“. Der „National Tea Competition Awards“ ist der renommierteste und strengste Wettbewerb des Landes. Hier zu gewinnen oder eine hohe Platzierung zu erzielen, ist Jahr für Jahr das Ziel jedes ambitionierten Teefarmers in Japan.
Wir haben einen wunderbaren Teefarmer in Shizuoka entdeckt, Etsuro Masui. Als ich seine Sencha-Tees erstmals probierte, war ich sofort fasziniert. Sie haben eine Klarheit und Stringenz, wie ich sie noch nie zuvor geschmeckt hatte. Die Tees von Masui-san aus den Bergen von Shizuoka sind großartig und doch so anders als die Wettbewerbstees von Meister Ota aus den Tenryu-Bergen, wahrscheinlich auch wegen seines anderen Lebenswegs.

Sommertees 2019 Teil 2

Ich möchte heute fünf neue Tees aus Japan und einen großartigen Schwarztee aus China vorstellen.

Sommertees 2019

Beim Schmecken und Probieren neuer Tees tauchen immer wieder Erinnerungen an Reisen nach Japan, China und Taiwan auf.
Es ist Sonntagnachmittag. Die Luft ist extrem schwül und stickig. Die Temperatur liegt knapp unter 30 Grad. Angekommen in Taipeh, natürlich nach 13 Stunden Flug und sehr wenig Schlaf. So ist das eben. Blick von der kleinen Gasse, in der das Büro von Teemeister Atong Chen sich befindet, auf den 101-Tower. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und immer noch eines der höchsten Gebäude der Welt mit 101 Stockwerken. Doch so begann unsere Reise nicht.
Wir fahren nach Ylang im Osten der Insel am Pazifik gelegen. Die Gegend um Yilan ist berühmt für opulenten Gemüseanbau. Es werden auch sehr schöne, etwas leichtere elegante Oolong hier produziert. Heute sind wir zu Gast beim dem Galeristen und Kunstexperten für Ixingkannen Jie. Wir trafen Jie im letzten Jahr in Frankfurt. Dort hat er uns eingeladen auf das Anwesen seines Familienclans. Wir fahren durch Yilan -Stadt und kurz nach dem Ortsausgang biegen unsere Taxis rechts ab in die Felder. Kurz vor dem Regenwald halten wir. Anwsen war wirklich nicht untertrieben. Ein Komplex aus mehreren Gebäuden, ineinander verschachtelt, ein großer Swimmingpool, ein großer künstlich angelegter Teich mit Wasserlilien.
Die Häuser sind im gemischt westlichen und chinesischem Stil eingerichtet. Angekommen bei Meister Jie.
Ich wache kurz vor Sonnenaufgang auf mit einem Alptraum, der mich rastlos doch die Straßen rasen läßt. Draußen ein wild beginnendes Konzert der Tropenvögel. Zwei Hähne im eifrigen Wettstreit miteinander. Die haben bestimmt schon früher angefangen. Über den Wipfeln des Regenwalds steigt schnell die Sonne auf.
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